Möbel Walther AG
Halbjahresergebnis unter den Erwartungen
Erst vor kurzem meldete Möbel Walther positive Zahlen für das Geschäftsjahr 2004. 2005 lief es aber bisher offenbar nicht so gut. Und so gibt sich das Unternehmen in seinem Halbjahresbericht
Erst vor kurzem meldete Möbel Walther positive Zahlen für das Geschäftsjahr 2004. 2005 lief es aber bisher offenbar nicht so gut. Und so gibt sich das Unternehmen in seinem Halbjahresbericht von heute unzufrieden: Die Möbel Walther AG erzielte zwar in der ersten Jahreshälfte einen Umsatz von 256,2 Mio. Euro (plus 7,1 Prozent), liegt damit aber unter den eigenen Erwartungen. Im Vergleichszeitraum des letzten Jahres war das Stammhaus grundlegend umgebaut worden und der Umsatz entsprechend niedriger, so dass man sich für 2005 wieder bessere Zahlen in Gründau-Lieblos versprochen hatte. Nimmt man 2003 als Vergleichsbasis (190,5 Mio. Euro) ergibt sich ein Minus von 2,8 Prozent. Vor allem die fehlende Konsumlust macht das Unternehmen für das Ergebnis verantwortlich. Der Vorstand räumt aber ein, dass auch die Konzentration im Möbelhandel und damit verbundene Rabattaktionen mit schwindenen Margen das Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (6,8 Mio. Euro) geschmälert hätten – trotz mehr Umsatz!
Auch die Steigerungsraten bei Sconto um 24,7 Prozent von 38,9 Mio. Euro auf 48,5 Mio. Euro seien lediglich auf die Eröffnung von vier neuen Standorten zurückzuführen. Die elf alten Filialen weisen ein Minus im Auftrageingang von 7,8 Prozent aus.
Auch für das zweite Halbjahr malt die Höffner-Tochter kein sonnigeres Bild. In Gründau rechnet man damit, dass sich das Umsatzplus im Laufe des Jahres wieder ausgleicht, so dass der Umsatz 2005 voraussichtlich stagnieren wird. Das operative Ergebnis vor Ertragssteuern ohne Sondereffekte prognostiziert die AG mit 2 Prozent vom Umsatz.
Einziger Lichtblick: Dank der Verlängerung der Poolvereinbarung mit den Banken habe sich die Liquiditätssituation entspannt. Mit der Schließung des Standortes Neu-Ulm und dem Ausstieg aus dem polnischen Markt seien außerdem zwei Verlustquellen geschlossen worden.

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