VKG

Halb Schelte, halb Friedensangebot für Bulthaup

Schon seit längerem ist bekannt, dass Bulthaup den zum 1.12. auslaufenden 10-Jahresvertrag mit dem VKG nicht mehr verlängern wird. Eine Entscheidung, die so manchen Getreuen aus dem Küchenverband vor den

Schon seit längerem ist bekannt, dass Bulthaup den zum 1.12. auslaufenden 10-Jahresvertrag mit dem VKG nicht mehr verlängern wird. Eine Entscheidung, die so manchen Getreuen aus dem Küchenverband vor den Kopf stößt und natürlich für jeden Einzelnen Umsatz- und Prestigeverlust bedeutet. Um nun über Konsequenzen zu beraten, trafen sich am Montag 20 VKG-Mitglieder mit der Verbandsführung in Frankfurt.
Immerhin stehen rund 50 Mio. DM Umsatz auf dem Spiel, der den VKG-Partnern ebenso verloren geht wie der Edelküchen-Schmiede in Aich. Denn Bulthaup ist von der Vertragslösung mit der Hälfte seines Gesamtumsatzes betroffen. Hintergrund für die überraschende Opferbereitschaft bildet die Konzentration auf Exklusivpartnerschaften entsprechend bereits installierter "Leadshops".
Da Firmenchef Gerd Bulthaup der Einladung zur Diskussion nicht gefolgt war, wurde in Frankfurt eine Erklärung verfasst. Als Appell, die "vertrauensvollen partnerschaftlichen Geschäftsgepflogenheiten wieder aufzunehmen" und – falls die Türen sich endgültig verschließen sollten – über Ausgleichszahlungen und Nachlieferungen zu verhandeln. "Wir müssen verhindern, dass die Händler, die jahrelang mit großem investivem Einsatz die Marke bekannt gemacht und dadurch erst das Markenimage geschaffen haben, einfach ausgemustert werden," so der Tenor der VKG-Spitze. Um die Interessen seiner Mitglieder zu vertreten, bietet der Verband gegebenenfalls seine rechtliche Unterstützung an.
Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Dezember-Ausgabe der "möbel kultur".