GfK-Konsumklimastudie
Gute Stimmung wankt
Die Stimmung der deutschen Verbraucher scheint zum Spätsommer dieses Jahres ihren Höhepunkt erreicht zu haben. Nach 8,5 Punkten im August prognostiziert der Konsumklimaindikator für September einen Wert von 8,6 Punkten.
Die Stimmung der deutschen Verbraucher scheint zum Spätsommer dieses Jahres ihren Höhepunkt erreicht zu haben. Nach 8,5 Punkten im August prognostiziert der Konsumklimaindikator für September einen Wert von 8,6 Punkten. Dies geht aus der aktuellen Konsumklimastudie des Meinungsforschungsinstituts GfK hervor. Dabei schätzen die Verbraucher die Konjunkturaussichten und die Entwicklung ihrer finanziellen Lage pessimistischer ein als im Vormonat. Lediglich ihre Konsumbereitschaft ist ungebrochen hoch.
Bei den Konjunkturerwartungen nimmt die Verunsicherung der Verbraucher zu. Im August büßte der Indikator gegenüber dem Vormonat gut 4 Punkte ein und liegt nun bei 11,4 Punkten. Damit ist der Wert zum dritten Mal in Folge gesunken. Laut GfK zwar noch kein Zeichen eines bevorstehenden Konjunkturabschwungs, aber Indiz dafür, dass die Verbraucher die Konjunkturentwicklung in den kommenden Monaten weniger schwungvoll einschätzen. Als Gründe hierfür gelten die Erhöhung der Mehrwertsteuer und der Wegfall steuerlicher Vorteile ab 2007.
Auch die Verbraucher-Erwartungen an die Entwicklung ihrer finanziellen Lage sind zurückhaltend. Der Indikator liegt nach wie vor bei minus 3,8 Punkten und bleibt damit unverändert im Vergleich zum Vormonat. Die Stagnation ist plausibel, denn die zu erwartenden finanziellen Belastungen für die privaten Haushalte geben kaum Anlass, die Einkommensaussichten derzeit optimistischer einzuschätzen. Sollte sich die Belebung des Arbeitsmarktes allerdings fortsetzen, sei auch mit einer positiven Entwicklung der Einkommen zu rechnen, so die GfK.
Gegenüber der schwankenden Stimmung bei Konjunktur- und Einkommenserwartungen bleibt die Anschaffungsneigung weiter in Rekordnähe. Der Indikator verlor zwar 1,4 Punkte im Vergleich zum Vormonat, ist aber mit 56,1 Punkten der zweithöchste Wert, der je gemessen wurde. Entscheidender Grund laut GfK: die bevorstehende Mehrwertsteuererhöhung. Denn viele Verbraucher planen, größere Anschaffungen vorzuziehen.

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