Höffner

Grünes Licht für Barsbüttel

Das jahrelange Gezerre hat ein Ende, dem geplanten Einrichtungshaus von Möbel Höffner in Barsbüttel steht nichts mehr im Wege. Gestern gab die schleswig-holsteinische Landesregierung durch ihre Zustimmung zur Erweiterung des

Das jahrelange Gezerre hat ein Ende, dem geplanten Einrichtungshaus von Möbel Höffner in Barsbüttel steht nichts mehr im Wege. Gestern gab die schleswig-holsteinische Landesregierung durch ihre Zustimmung zur Erweiterung des dortigen Gewerbegebietes grünes Licht für das Projekt des Berliner Unternehmens.
Wobei das positive Votum der Politiker mit einigen Einschränkungen verbunden ist: So dürfen in dem 36 Hektar großen Gewerbe- und Sondergebiet am Hamburger Rand nur 40.000 statt der anvisierten 50.000 Quadratmeter Verkaufsfläche gebaut werden. Und die nicht allein bei Höffner. Denn neben dem Möbelhaus direkt an der A1 sollen in Barsbüttel auch ein Bau- und Gartenmarkt entstehen. Für Höffner bleiben nach Angaben des "Hamburger Abendblattes" voraussichtlich 30.000 qm übrig.
Nicht gebaut werden dürfen dagegen – u.a. aus Rücksicht auf Hamburger Interessen – ein Technik-Kaufhaus und ein SB-Möbelmarkt. Die Ansiedlung weiterer Einzelhandelsgeschäfte ist laut Kabinettsbeschluss "vollständig ausgeschlossen."
Angesichts dieser Restriktionen fiel die Reaktion von Höffner-Chef Kurt Krieger eher verhalten aus. "Das ist mehr positiv als negativ. Aber jetzt liegen noch viele schwierige Dinge vor uns", zitiert die "Ahrensburger Zeitung" in ihrer heutigen Ausgabe den Unternehmer. Konkret sind damit vor allem der Bau eines Autobahnanschlusses sowie die Verlängerung einer Kreisstraße bis zur Autobahn gemeint. Beides Infrastrukturmaßnahmen, die z.T. von Kurt Krieger bezahlt werden.
Wie hoch das Investitionsvolumen für den Berliner insgesamt wird, ist noch nicht bekannt. Der Betrag dürfte sich aber im hohen zweistelligen Millionenbereich bewegen. Denn Krieger plant laut "Ahrensburger Zeitung" außer dem 50 Mio. DM teueren Bau des Einrichtungshauses – in einem 12 Hektar großen, eigens für den Einzelhandel ausgewiesenen Sondergebiet des neuen Gewerbeparks – und der Straßen-Finanzierung auch die Errichtung eines Hochregallagers, für das insgesamt 10 Hektar zur Verfügung stehen.
Mit der Eröffnung der ersten Höffner-Filiale im nördlichsten Bundesland rechnet man bei Höffner 2002. Pessimistischer ist da Barsbüttels Bürgermeister Willi Stüvens. Er hält einen Eröffnungstermin im Jahr 2003 für realistisch.