Begros

Große Erwartungen

Nach dem Ausscheiden der Lutz-Gruppe aus der Begros schien der Oberhausener Club ein wenig angegriffen. Der Nimbus der uneingeschränkten Nummer eins geriet in Gefahr, zumal die Mitgliederliste vom neuen Konkurrenten

Nach dem Ausscheiden der Lutz-Gruppe aus der Begros schien der Oberhausener Club ein wenig angegriffen. Der Nimbus der uneingeschränkten Nummer eins geriet in Gefahr, zumal die Mitgliederliste vom neuen Konkurrenten Giga International immer länger zu werden drohte. Rolf Ostermann & Co. streckten daher seit Januar ihre Fühler in unterschiedliche Richtungen aus. Konkrete Ergebnisse dieser Bemühungen sollen nun Ende dieser Woche geliefert werden. Das sorgt dafür, dass es in der Gerüchteküche so stark brodelt, wie lange nicht mehr.

Kein Name – und sei er noch so groß – der aktuell nicht im Gespräch ist ­- von Höffner über Roller bis hin zu Kika/Leiner. Und mit den Österreichern wird natürlich auch wieder die Steinhoff-Gruppe mit in den Kochtopf geworfen. Ist doch logisch.

Fest steht aber wohl lediglich, dass Segmüller es nicht sein wird. Denn die Unwägbarkeiten in puncto Gebietsüberschneidungen (vor allem mit Möbel Martin) konnten nicht ausgeräumt werden. Ein Problem, das im größeren Maßstab ebenfalls in Bezug auf Höffner/Finke und Porta zutrifft. Dass es Hofmeister sein wird, ist auch unwahrscheinlich. Nach Gesprächen mit allen in Frage kommenden Verbänden, konnnte sich der Filialist für keine neue Heimat begeistern und versucht sich vorerst als Einzelkämpfer. Ein Weg, den schon Weko nicht ohne Erfolg eine Zeitlang gegangen ist, bevor er beim Einrichtungspartnerring VME anheuerte.

Es bleibt also nichts anderes übrig, als abzuwarten. All die großen Namen, die da gerade so umhergeistern, haben jedoch einen Effekt, der sich nicht leugnen lässt: Wenn es sich „nur“ um ein oder zwei Einzelkämpfer wie beispielsweise Möbel Rogg handelt, dann wären das fraglos ehrenwerte Zugänge, aber der große Befreiungsschlag wäre es für die Begros dann doch nicht.