Gropius-Bau auf Anwärterliste für Unesco-Weltkulturerbe

Fast hundert Jahre ist es her, als der Unternehmer Carl Benscheidt dem jungen Walter Gropius den Auftrag erteilte, seine neue Schuhleistenfabrik zu gestalten. Heute gilt das 1911 errichtete Fagus-Werk in

Fast hundert Jahre ist es her, als der Unternehmer Carl Benscheidt dem jungen Walter Gropius den Auftrag erteilte, seine neue Schuhleistenfabrik zu gestalten. Heute gilt das 1911 errichtete Fagus-Werk in Alfeld an der Leine als Ursprungsbau der Moderne. Mit seinen großflächigen Glasfronten und seiner repräsentativen Sachlichkeit steht es für innovatives Unternehmertum und ein frühes Beispiel für Corporate Identity. Seit 1984 steht der komplett restaurierte Firmenkomplex unter Denkmalschutz. Als erstes Industrie-Objekt des sogenannten Neuen Bauens wird das Fagus-Werk bei Architekten weltberühmt. Jetzt steht das Gebäude, in dem heute u. a. die von Gropius für Tecta in Lauenförde entworfenen Möbel ausgestellt werden, auf der Liste der Anwärter für das Unesco-Weltkulturerbe.