In der virtuellen Vorstandssitzung tagte der VdDK. Zentrales Thema war, welche Herausforderungen der "Green Deal" mit sich bringt.

VdDK

„Green Deal“ per Gesetz wird zur großen Herausforderung

Dass zur Realisierung einer nachhaltigen Wirtschaft eine Reihe von Vorgaben auf die Branche zukommen, ergibt sich schon aus dem Lieferkettengesetz. Nach dem gestern vorgelegten Entwurf durch die EU-Kommission werden diese sogar noch strenger ausfallen als die bereits beschlossenen Bestimmungen für Deutschland, die ab 2023 für Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitenden gelten (bzw. 1.000 ab 2024), um Menschenrechtsverletzungen und Umweltverstöße in der Lieferkette zu verhindern.

Anlass genug, den „Green Deal“ zum Thema der jüngsten VdDK-Vorstandssitzung zu machen. So referierte am 17. Februar Heiner Strack, als Experte für Technik und Normung bei den Möbelverbänden, welche Herausforderungen im Allgemeinen die Zukunft der Küchenbranche bestimmen. Dazu zählen die Verlängerung von Produktlebenszyklen, die Dekarbonisierung, der Ressourcen- und Klimaschutz, eine erweiterte Herstellerverantwortung ebenso wie die Materialreduktion und Abfallvermeidung sowie neue Geschäftsmodelle unter dem Blickwinkel ‚Miete‘ bzw. ‚Tausch‘.

Die EU-Kommission habe dazu ein ganzes Paket legislativer Projekte in der Vorbereitung: Neben laufenden Konsultationen mit Fachverbänden, Behörden und Nicht-Regierungsorganisationen zeigt die publizierte Roadmap über 15 anhängige oder geplante Initiativen der Administration. Vieles von dem, was bisher als „freiwillig“ in der Umsetzung galt, wird künftig für die Wirtschaft obligatorisch, wie Strack erläuterte. Umso mehr komme es auf die aktive Mitgestaltung der deutschen Industrie an. Denn so können – insbesondere auf normativer Ebene im CEN (Europäisches Komitee für Normung) – direkt und konstruktiv Einfluss auf die Entscheidungsprozesse genommen werden.

Diese Seite teilen