Goleo reißt Nici in die vorläufige Pleite
In Altenkunstadt hat es sich vorerst ausgekuschelt. Am Dienstag musste Plüsch-Spezialist Nici Insolvenz anmelden. Zum vorläufien Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Michael Jaffé bestellt, der aber heute bereits signalisiert hat, dass
In Altenkunstadt hat es sich vorerst ausgekuschelt. Am Dienstag musste Plüsch-Spezialist Nici Insolvenz anmelden. Zum vorläufien Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Michael Jaffé bestellt, der aber heute bereits signalisiert hat, dass das Unternehmen wahrscheinlich weitergeführt werden könne.
Einer der Hauptgründe für die Schieflage war offenbar der Flop von WM-Maskottchen "Goleo" (Foto), für das Nici rund 28 Mio. Euro an Lizenzrechten bezahlt hatte (Unternehmensumsatz 2005: 155,8 Mio. Euro) und das sich immer mehr als Ladenhüter entpuppt. Außerdem liegt der Staatanwaltschaft Hof laut dpa eine Anzeige wegen des Verdachts der Bilanzfälschung vor. Erste Konsequenzen aus der Misere hat das Unternehmen bereits gezogen: Der Vorstandsvorsitzende und Mitbegründer Ottmar Pfaff wurde vom Aufsichtsrat seines Amtes enthoben.
Nach Kuscheltieren aus dem berühmten Nici-Plüsch war der Hersteller im Herbst 2004 mit seiner Sitzmöbel-Kollektion "Nici Home" auch in die Möbelbranche eingestiegen.

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