Die Arcandor-Firmenzentrale in Essen.

Arcandor

Gläubigerversammlung hat begonnen

Im Insolvenzverfahren um den Essener Handelskonzern Arcandor sowie seiner Töchter Karstadt und Quelle hat heute in Essen die Gläubigerversammlung begonnen. Die angemeldeten Forderungen der bis zu 50.000 Gläubiger belaufen sich auf rund 19 Mrd. Euro. Damit handelt es sich um das größte Insolvenzverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik, erklärte ein Sprecher des Amtsgerichtes gegenüber der Deutschen Presseagentur.

Gestartet wurde heute mit dem Mutterkonzern Arcandor und angemeldeten Forderungen von 600 bis 700 Gläubigern. Morgen und übermorgen stehen dann die Versammlungen von Karstadt und Quelle auf dem Programm.

Unterdessen verläuft die Sanierung von Karstadt besser als erwartet. Laut "Handelsblatt" kann Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg der Gläubigerversammlung im operativen Geschäft schwarze Zahlen vorlegen. Ein wichtiger Beitrag dazu seien auch die am Wochenende ausgehandelten Zugeständnisse der Karstadt-Beschäftigten über 150 Millionen Euro. Insgesamt seien die Chancen, für die Warenhauskette einen Käufer zu finden, somit wieder gestiegen.

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