Möbelmessen in Shanghai
Gigantisches Messe-Doppel
Möbelmessen in China sind riesig und jetzt fangen sie auch noch an, sich Konkurrenz zu machen. Fast zeitgleich fanden in Shanghai in der vergangenen Woche die erste CIFF (China International
Möbelmessen in China sind riesig und jetzt fangen sie auch noch an, sich Konkurrenz zu machen. Fast zeitgleich fanden in Shanghai in der vergangenen Woche die erste CIFF (China International Furniture Fair), die bisher schon 36 Mal in Guangzhou veranstaltet wurde, und die 21. Furniture China statt – der Shanghai-Newcomer mit Platzvorteil im nagelneuen National Exhibition and Convention Center und der "Etablierte" im Shanghai New International Expo Centre. Weil die Fläche dort nicht reichte – statt 2.650 Ausstellern wollten diesmal ca. 3.000 dabei sein – mussten einige, wie der Malaysia-Gemeinschaftsstand in Zelten vorlieb nehmen. Die Zuliferindustrie war ohnehin komplett ins Shanghai World Expo Exhibition & Convention Centre ausgelagert.
Während beispielsweise Kuka auf beiden Messen präsent war, beschränkte sich HTL, ein anderer Big Player, auf die CIFF. Ein starker Auftritt: "Fast alles hier ist neu", so Cindy Heremans von Canicha Bvba, die jetzt die deutsche HTL-Vertretung zusätzlich zu der In Belgien, Luxemburg, den Niederlanden und der Schweiz mit übernommen hat. Erstmals zeigte der Spezialist für Ledermöbel und Funktionsmöbel auch Stoffgarnituren. "Händler haben den Wunsch geäußert", erklärte sie. "Unsere Partner wissen, dass es billigere Anbieter gibt, aber sie kaufen bei uns, weil sie um die Qualität, den Service und die Zuverlässigkeit wissen." In neun Betrieben, die maximal zwei Stunden von Shanghai entfernt liegen, werden ca. 300 neue Modelle im Jahr gefertigt.
Fast doppelt so viele sind es bei Kuka. Auf der CIFF standen gepolsterte Holzstühle, das neue Material Nubuk und Betten mehr im Fokus als auf dem größeren zweistöckigen Furniture Shanghai-Stand. Highlight war ein Sofa in Türkis und Kupfer. "Hätte ich gewusst, wie toll das wird, hätte ich es gern auf der M.O.W. dabeigehabt", gab Fritz Bleilinger, Geschäftsführer von Kuka Home in Ulm, zu, der es aber am ersten Tag schon exklusiv verkauft hatte. Es gehört zu einer Serie, die Naturelemente – Vulkan, Stein, Wasser und Metall – in inspirierenden Farben interpretiert. Ob man sich den Luxus, auch künftig auf beiden Messen auszustellen, leisten wird, mochte er nicht vorherzusagen.
Deutlich internationaler ausgerichtet ist die Furniture Shanghai. In der "International Brand"-Halle stellte beispielsweise Ligne Roset aus, bereits zum vierten Mal, jedoch keine Neuheiten. Gesucht werden weitere Franchise-Partner – zwölf gibt es bereits. "Wir sind wegen der Einkäufer aus Australien und Asien da und suchen Partner in China", hieß es bei Kare. Flagge zeigten auch Fermob, Tvilum, Interstil oder Vincent Sheppard.
Einen ausführlichen Bericht lesen, Sie in der Oktober-Ausgabe der "möbel kultur", erste Impressionen zeigt unsere Bilderstrecke.

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