Spannende Diskussionsrunde beim ersten Intelligent Living Summit auf der ISH 2019 (v.l.): Christoph Keese, CEO Axel Springer hy GmbH und Keynote Speaker, Max Viessmann, Co-CEO Viessmann, Axel Kniehl, Marketing- und Vertriebsgeschäftsführer Miele, Michael Rauterkus, CEO Grohe AG, sowie Achim Berg, Präsident der Bitkom und Moderator.

Intelligent Living Summit

Gesprächsgipfel zur Digitalisierung feiert Premiere auf der ISH

Das Marktpotenzial steigt: Bis 2030 soll die Zahl der an das Internet of Things (IoT) angeschlossenen Sensoren und Geräte weltweit von derzeit 21 Mrd. im Jahr 2018 auf rund 125 Mrd. springen. Dieses und andere Themen diskutierten Michael Rauterkus, Grohe-CEO, Axel Kniehl, Marketing- und Vertriebsgeschäftsführer von Miele, sowie Max Viessmann, Co-CEO von Viessmann, auf dem ersten Intelligent Living Summit während der ISH in Frankfurt. Im Fokus der hochkarätigen Diskussionsrunde standen die Frage der sinnvollen Digitalisierung von Wohnräumen sowie die digitale Transformation in Unternehmen und Branchen. Die Experten stellten unter anderem fest, dass Kunden Smart Home-Geräte nicht mehr länger als Spielzeuge betrachten, sondern intelligente Lösungen erwarten, die einen echten Mehrwert bieten.

Für das Digitalgeschäft von Grohe nimmt sich der CEO mittlerweile genauso viel Zeit, wie für die herkömmlichen Geschäftsbereiche und hat dabei erkannt: „Zuhören ist entscheidend – sich anderen Ideen, Erfahrungen, Meinungen gegenüber zu öffnen.“ „Wir haben vor zwei Jahren auf der ISH unser intelligentes Wassersicherheitssystem ‚Grohe Sense‘ gegen Wasserschäden gelauncht und seither eine steile Lernkurve bezüglich des Geschäftsmodells erfahren“, berichtete Michael Rauterkus. „Anfangs waren wir fest davon überzeugt, mit unserem neuen Produkt eine große Resonanz beim Endverbraucher zu erzielen. Mittlerweile arbeiten wir mit zahlreichen Versicherern zusammen, die tausenden Kunden Geräte zur Verfügung stellen, um die hohen Kosten aufgrund von Wasserschäden zu reduzieren.“

„Die Zukunft des ‚Intelligent Living‘ liegt darin, nicht nur herausragende Produkte zu entwickeln, sondern diese zu einer begeisternden Erfahrung für den Anwender werden zu lassen, und dazu leistet die Digitalisierung einen unverzichtbaren Beitrag“, sagte Miele-Geschäftsführer Axel Kniehl. So könne beispielsweise der Dialoggarer von Miele mit Rezeptdatenbanken oder einem Gourmet-Lieferservice vernetzt werden.

Beim Familienunternehmen Viessmann gelingt der Wandel vom reinen Heiztechnikhersteller zum Anbieter integrierter Lösungen nach Aussage von Max Viessmann dank der engen, persönlichen Partnerschaft mit dem Handwerk. „Für Viessmann hat dabei die Reduktion der CO2-Emissionen einen sehr hohen Stellenwert“, erklärte der Co-CEO. Wer seine Heizung gegen eine moderne Viessmann-Lösung tauche, verbessere die CO2-Bilanz seines Haushalts durchschnittlich eine Tonne pro Jahr. Das seinen mehr als ein Zehntel der jährlichen Pro-Kopf-Emissionen in Deutschland.

Achim Berg, Präsident der Bitkom und Moderator der Diskussionsrunde von GROHE, Miele und Viessmann, stellte fest: „Die digitale Transformation eines Unternehmens kann meiner Erfahrung nach nur vom CEO vorangetrieben werden. Das lässt sich nicht an den Digital Officer oder an den Finanzvorstand delegieren.“ Die Digitalisierung sei eine exponentielle Entwicklung. Wer die Geschwindigkeit seines Unternehmens nicht anpasse, habe spätestens in ein paar Jahren ernsthafte Probleme. Offene Plattformen wie der Intelligent Living Summit seien ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg.

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