Ebke

Gespräche mit Investoren laufen

Nach ersten Nachrichten aus Enger stehen die Chancen für Ebke gut, trotz Insolvenz den Betrieb aufrecht zu erhalten. Mit ausdrücklicher Zustimmung des Insolvenzverwalters Stefan Meyer bleiben die Geschäftsführer Rainer Ebke

Nach ersten Nachrichten aus Enger stehen die Chancen für Ebke gut, trotz Insolvenz den Betrieb aufrecht zu erhalten. Mit ausdrücklicher Zustimmung des Insolvenzverwalters Stefan Meyer bleiben die Geschäftsführer Rainer Ebke und Andreas Thomas am Ruder. Zudem geht Vertriebsleiter Karsten Mylius davon aus, dass die Auslieferung in kürzester Zeit fortgesetzt wird. Außerdem ist dieser von einem positiven Fortgang überzeugt. Schließlich sei das Unternehmen so leistungsfähig wie lange nicht mehr: Die Nachfrage habe in den letzten zwei Jahren enorm an Dynamik gewonnen, vor allem auch im Export. "Unser Problem war eher, dass wir zu erfolgreich waren", erklärt Mylius. Denn die zahlreichen Neukunden im Handel haben hohe Kosten für die Platzierung von Musterküchen verursacht, wobei das Return-on-Invest gerade im gehobenen Segment naturgemäß einige Zeit dauere. Auch die aktuell schwache Küchenkonjunktur im Inland habe sich ausgewirkt, so dass es entsprechend zu Liquiditätsengpässen kam. Doch selbst jetzt sei es bemerkenswert, wie treu die aktuell 150 aktiven deutschen Händler zu Ebke stehen. Dennoch werde das Familienunternehmen den Turn-around allein aus eigener Kraft wohl nicht schaffen. Schon vor dem Gang zum Amtsgericht (gestern) wurden Gespräche mit einem potenziellen Investor begonnen, doch kamen diese nicht rechtzeitig zu einem Ergebnis. "Wir hoffen, dass wir zu den positiven Beispielen zählen, bei denen die Insolvenz bereinigend gewirkt hat", bleibt Mylius nun zuversichtlich.
In einer offiziellen Pressemeldung bestätigte der Insolvenzverwalter: "Mögliche Sanierungschancen kann ich in einem so frühen Stadium des Verfahrens selbstverständlich nicht abschließend beurteilen. Zahlreiche wohlwollende Signale von Kunden und Lieferanten bieten zunächst eine gute Grundlage für entsprechende Bemühungen. Auf die Unterstützung aus dem Markt wird es in den nächsten Wochen entscheidend ankommen."