Pinakothek der Moderne
Geschichte der Rekonstruktion
Um das Thema Rekonstruktion, um das seit Jahren eine heftige Debatte geführt wird, dreht sich eine Ausstellug in der Pinakothek der Moderne, die vom 15. Juli bis zum 31. Oktober
Um das Thema Rekonstruktion, um das seit Jahren eine heftige Debatte geführt wird, dreht sich eine Ausstellug in der Pinakothek der Moderne, die vom 15. Juli bis zum 31. Oktober 2010 zu sehen sein wird.
Seit der Antike werden zerstörte Bauten zum Teil wieder errichtet. Die Gründe dafür sind verschieden und das Verständnis sowie die Definition von »Wiederherstellung« wechseln. Ein Blick in die Geschichte und eine differenzierte Betrachtung der Begriffe könnten helfen, die Probleme und Argumente in einen größeren historischen Zusammenhang einzuordnen und so die gegenwärtige Diskussion etwas zu »entemotionalisieren«.
In der Ausstellung werden anhand von 85 repräsentativen Fallbeispielen sowie weiteren 300 Rekonstruktionen – von Japan bis Kanada und von der griechischen Antike bis heute – verschiedene Beweggründe für die Wiedergewinnung verlorener Bauten präsentiert und analysiert. Der Bogen spannt sich von Rekonstruktionen aus Gründen einer religiösen Kontinuität oder aus nationalen Überlegungen bis hin zu Wiederaufbauten zur Erfüllung ästhetischer oder kommerzieller Wünsche. Die zeichnerischen Rekonstruktionen antiker Bauten von der Renaissance bis zur Gegenwart werden ebenso behandelt wie der von unseren westlichen Gewohnheiten völlig verschiedene Umgang mit historischer Bausubstanz im mittleren und fernen Osten. Modelle, Gemälde, Pläne, Fotos und Animationen geben einen umfassenden Einblick in ein kontroverses Thema.
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit 16 Aufsätzen und einem umfangreichen Katalogteil von renommierten Wissenschaftlern. Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Denkmalpflege der ETH Zürich.

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