Grüne Erde

Geschäftsführer feiert 30-jähriges Jubiläum

Als Reinhard Kepplinger vor 30 Jahren zur Grünen Erde gestoßen ist, stand das 1983 gegründete Öko-Unternehmen noch ganz am Beginn seiner Entwicklung. „Seit damals hat sich natürlich viel geändert“, blickt

Als Reinhard Kepplinger vor 30 Jahren zur Grünen Erde gestoßen ist, stand das 1983 gegründete Öko-Unternehmen noch ganz am Beginn seiner Entwicklung. „Seit damals hat sich natürlich viel geändert“, blickt Kepplinger anlässlich seines 30-jährigen Jubiläums im Haus zurück. So hat sich zum Beispiel das Produktsortiment um Naturholzmöbel, Heimtextilien, Naturkosmetik und Mode erweitert, die Unternehmenszentrale ist mehrmals innerhalb von Scharnstein übersiedelt, und nicht zuletzt hat Kepplinger gemeinsam mit seinem Studienfreund Kuno Haas 1993 das Unternehmen als geschäftsführender Gesellschafter übernommen.

Er ist nicht der einzige mit einer langen Geschichte im Haus: Ein Sechstel der Belegschaft ist länger als 20 Jahre im Unternehmen – obwohl sich die Gesamtzahl der Mitarbeiter in den vergangenen 20 Jahren vervierfacht auf 403 hat. „Die Menschen erleben, dass ihre Arbeit hier Sinn macht“, erklärt Kepplinger die langjährige Treue zwischen Mitarbeitern und Unternehmen.

„Wir schauen, dass die Arbeit dem Individuum gerecht wird. Mit 50 unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen schaffen wir die Möglichkeit, die Arbeitszeit und auch den Arbeitsplatz nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten.“ So beträgt die durchschnittliche Arbeitszeit 28 Stunden pro Woche.

Davon profitieren besonders die Frauen im Unternehmen, die 80 Prozent der Belegschaft ausmachen. „Ob während der Karenz oder auch nach der Babypause, die Mitarbeiterinnen sind im Unternehmen stets gut integriert und können auch schnell wieder mit sechs oder acht Wochenstunden einsteigen“, sagt Reinhard Kepplinger. „Die Kolleginnen bringen wichtige Erfahrungen in das Unternehmen ein. Es wäre ewig schade, diese zu verlieren.“

Darüber hinaus ist seit August 2015 der betriebliche Mindestlohn mit 1.500 Euro festgelegt, zudem gibt es eine jährliche Gewinnausschüttung an alle Angestellten in der Höhe von 10 Prozent des EGT vor Steuern – im Geschäftsjahr 2014/15 eine Summe von fast 100.000 Euro. „Außerdem erleben die Menschen hier, dass ihre Arbeit Sinn macht, dass die Produkte hergestellt werden in einer Art, die einen echten Nutzen schafft“, sagt Reinhard Kepplinger. „Sie tragen einen Teil dazu bei, dass die Welt besser wird.“

Befragt nach seinen Vorstellungen für die eigene Zukunft reagiert Kepplinger gelassen. „An Ruhestand oder Pension denke ich überhaupt nicht, ich bleibe im Unternehmen, so lange ich das kann. Ein Workaholic war ich nie und werde es auch nie sein. Ich habe und hatte immer Zeit für meine Familie, für mich, meine Freunde und auch für längere Reisen. Daher macht mir meine Arbeit für die Grüne Erde auch immer noch Freude und es gibt überhaupt keinen Grund, mich davon zu trennen. Dennoch ist es gut zu wissen, dass im Unternehmen bereits jetzt unabhängig von mir alles gut funktioniert."