Nichtwohnungsbau
Genehmigungen stagnierten im dritten Quartal 2010
Bei den Genehmigungen im Nichtwohnungsbau gab es im ersten Halbjahr 2010 solide Zuwächse zum Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal ist die Zuwachsrate allerdings erlahmt: Bundesweit stagnierten die Genehmigungen im Vergleich zum
Bei den Genehmigungen im Nichtwohnungsbau gab es im ersten Halbjahr 2010 solide Zuwächse zum Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal ist die Zuwachsrate allerdings erlahmt: Bundesweit stagnierten die Genehmigungen im Vergleich zum dritten Quartal 2009, so das Marktforschungsinstitut Bauinfoconsult. Zumindest im Neubau überschritt die Zahl der genehmigten Gebäude das Niveau im Vorjahresquartal um 1 Prozent. Flächen- und raummäßig ist der Zuwachs noch deutlich höher.
Insgesamt wurden im dritten Quartal 2010 mit 13.610 genehmigten Nichtwohngebäuden marginal weniger Gebäude genehmigt als im Vorjahresquartal. Die Baumaßnahmen, die etwa 39 Prozent der Genehmigungen ausmachten, waren bundesweit um 2 Prozent rückläufig. Der Neubau hat sich dagegen gegenüber dem dritten Quartal 2009 leicht verbessern können, und zwar in den neuen Bundesländern noch etwas deutlicher als im Westen.
Bei den sonstigen Nichtwohngebäuden – also vor allem in vom öffentlichen Bau dominierten Infrastruktur-, Kultur- und Freizeitgebäuden – gab es den größten Zuwachs (bundesweit um 4 Prozent, in den neuen Ländern sogar um 9 Prozent). Daneben haben neue nichtlandwirtschaftliche Gebäude wie Fabriken und Werkstätten (+3 Prozent) und Handelsgebäude (+2 Prozent) die Genehmigungsbilanz mit Zuwachsraten gestärkt. Negativ haben sich dagegen die Genehmigungen für neue Anstalts- und Bürogebäude sowie für landwirtschaftliche Betriebsbauten entwickelt.
[page_break] Auch wenn der zahlenmäßige Genehmigungszuwachs im Neubau vergleichsweise gering war: Im dritten Quartal 2010 sind offensichtlich deutlich größere Projekte genehmigt worden als im Vorjahresquartal. Insgesamt betrug der Flächenzuwachs deutschlandweit 6 Prozent, der Raumzuwachs 9 Prozent. Vor allem bei den nichtlandwirtschaftlichen Betriebsgebäuden und bei den sonstigen Gebäuden gingen die genehmigten Projekte in die Höhe und in die Breite.
Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass die Bauherren die Spendierhosen anhaben und sich besonders aufwendige Investitionen gestatten: Denn die prozentualen Zuwächse bei den für Betriebs- und sonstige Gebäude veranschlagten Kosten sind auffällig kleiner als bei Raum und Fläche – und das bei gleichzeitig permanent ansteigenden Baupreisen. Das kann mitunter auf den Konkurrenzdruck unter den Baufirmen zurückzuführen sein (wie BauInfoConsult in einer Untersuchung gezeigt hat, gehen 41 Prozent der Bauunternehmer mitunter mit Angeboten ins Rennen, die nicht kostendeckend sind). Doch zum größten Teil dürften die billigeren veranschlagten Kosten darauf hindeuten, dass die Bauherren im Nichtwohnungsbau immer noch zurückhaltend investieren und bei ihren Projekten billigere Baumaterialien bevorzugen.

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