ZOW

Gelungener Neuanfang

Mit Spannung war die erste Ausgabe der „ZOW“ unter Regie der Koelnmesse erwartet worden. Eine stets gut besuchte Halle 20 des Messegeländes in Bad Salzuflen, allerorts zufriedene Gesichter und auch die Zahlen sprechen für den Erfolg der Veranstaltung. Einen hervorragenden Austausch in familiärer Atmosphäre bescheinigten Besucher und Aussteller der Ideenwerkstatt der Möbelzuliefererindustrie. Damit war auch dieses wichtige Ziel der neu konzipierten Veranstaltung erreicht.

„Wir wollten der ,ZOW‘ ihre ursprüngliche Funktion und Bedeutung für die Region und die Möbelindustrie zurückgeben. Der Zwei-Jahres-Turnus, im Wechsel mit der Weltleitmesse ,Interzum‘, ist dabei entscheidend. In den letzten Tagen haben wir einen ersten großen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Sowohl die Ausstellerbeteiligung wie auch die Besucherzahlen haben unsere Erwartungen weitestgehend erfüllt“, zeigt sich Katharina C. Hamma, Geschäftsführerin der Koelnmesse, zufrieden. „Wir konnten insbesondere im Bereich Oberflächen einige Unternehmen zurückgewinnen, die zuletzt nicht mehr auf der ,ZOW‘ ausgestellt haben. Das zeigt, dass in der Branche Bedarf für dieses Format besteht, mit dem Fokus auf Ideen und Austausch. Die ,ZOW‘ bildet damit eine wichtige Ergänzung zur großen internationalen Leistungsschau der Branche, der ,Interzum‘ in Köln.“

Insbesondere die Qualität der Besucher wurde von den Ausstellern gelobt. Besucher aus allen relevanten Industriezweigen sowie Branchenführer aus den Bereichen Polster- und Kastenmöbel, Küchen-und Wohnmöbel nutzten die Chance zu intensiven Gesprächen.

Besonders hervorgehoben wurde von vielen Besuchern die Sonderfläche „Tiny Spaces“. Die Kooperation zwischen Designscout Katrin de Louw aus Bünde und vier Studierenden von der Hochschule OWL in Detmold zeigte radikal verdichtete Einrichtungs- und Gestaltungskonzeptionen für kleine Räume: Eine „Wohnungseinrichtung-to-go“, stylisch verpackt im hölzernen Interior Case. Einen Schreibtisch, der sich mit einem Handgriff zum Bett umfunktionieren lässt. Einen Raumteiler, der aus dem Schlafzimmer in Sekunden ein geräumiges Esszimmer macht.

Auch an den Werkbänken auf der Sonderfläche der Interessengemeinschaft Leichtbau e.V. (Igel e.V.) herrschte durchgehend Betrieb. Die Möglichkeit, die im Leichtbau eingesetzten Materialien und Werkzeuge auszuprobieren, wurde Seite insbesondere vom lokalen Handwerk gut angenommen. „Wir sind begeistert, dass wir unser 10-jähriges Bestehen in diesem Rahmen feiern durften“, freute sich Peter Kettler, Geschäftsführer der Initiative. „Die Stände auf der Fläche waren drei Tage lang hervorragend besucht, die Stimmung bei allen super. Genau das hatten wir uns von der ‚neuen‘ ,ZOW‘ erhofft: eine starke Plattform für unser Anliegen im Herzen von Ostwestfalen.“

An der „ZOW“ 2018 beteiligten sich auf einer Bruttoausstellungsfläche von 12.000 Quadratmetern 188 Unternehmen aus 17 Ländern. Darunter befanden sich 127 Aussteller aus Deutschland sowie 61 Aussteller aus dem Ausland. Schätzungen für den letzten Messetag einbezogen, kamen rund 4.000 Fachbesucher zur „ZOW“, davon rund 27 Prozent aus dem Ausland.

Die nächste Messe findet vom 2. bis zum 4. Februar 2020 erneut in Bad Salzuflen statt.

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