Uzin Utz
Gedanken zum Boden der Zukunft
Wir stehen darauf, wir gehen und fahren darüber, aber mal ehrlich: Wann richten wir unseren Blick schon bewusst auf den Boden? Wer kann sagen, über wie viele Arten von Böden
Wir stehen darauf, wir gehen und fahren darüber, aber mal ehrlich: Wann richten wir unseren Blick schon bewusst auf den Boden? Wer kann sagen, über wie viele Arten von Böden er an einem Tag gegangen ist? Unter dem Motto "Die Zukunft unter uns" hat die Uzin Utz AG zu ihrem 100-jährigen Bestehen ein Projekt ins Leben gerufen, das zur Suche nach dem Boden der Zukunft anregt. So machen sich im Kreativprojekt "Die Zukunft unter uns" Chemiker, Höhlenforscher, Raumfahrer, Tänzer, Systemtheoretiker und Parcoursläufer Gedanken über den Boden der Zukunft. Unter www.die-Zukunft-unter-uns.de werden 36 interessante, witzige und auch völlig utopische Ansätze vorgestellt, die zeigen, was der Boden in Zukunft leisten könnte.
"Wenn alle elektronischen Daten über den Teppichboden weitergeleitet werden könnten, dann bräuchte man keine Kabel mehr", sagt Raumausstatter Hans Rieder, und Systemtheoretiker Dirk Baecker stellt fest: "Der Boden ist das, worum Menschen Kriege führen. Er ist das, was man verteidigen muss. Auf ihm werden Grenzen gezogen. In der Gesellschaft spielt der Boden nur dann eine Rolle, wenn er unangenehm auffällt." Für Straßenkünstler Edgar Müller ist der Boden der Welt dagegen die größtmögliche Leinwand für seine Malerei, und die Höhlenforscherin Petra Boldt entdeckt die Schönheit im Boden selbst: "Unter dem Mikroskop wird aus einem eigentlich schmutzigen Höhlenboden eine Wunderwelt aus winzigsten, schönen Steinen."
Die Grenzen des bisher Gedachten überschreiten ? das ist der Ansatz, den das Projekt "Die Zukunft unter uns" verfolgt. Impulsgeber aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen und Fachgebieten tragen Ideen und Visionen zusammen, die den Boden weiterbringen. Am Ende entstanden überraschende Bodenlösungen der Zukunft, die von sechs Entwicklerteams erarbeitet und in einer Ausstellung ab dem 29. August bis zum 10. September im Stadthaus in Ulm gezeigt werden.

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