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Gardinen, Sicht- und Sonnenschutz – Möbeleinzelhandel legt um drei Prozent zu

Laut den Ergebnissen der kürzlich veröffentlichten Branchenanalysen von Marketmedia24 hat der Möbeleinzelhandel das Gardinen, Sicht- und Sonnenschutz-Jahr mit einem Umsatzplus von drei Prozent als zweitstärkster Vertriebskanal abgeschlossen. Der Distanzhandel konnte zwischen 2013 und 2017 um fast 42 Prozent zulegen. Dagegen seien der Fachhandel sowie die Fachmärkte vergangenes Jahr fast auf der Stelle getreten.

Insgesamt kletterten die Umsätze mit Gardinen, Sicht- und Sonnenschutzprodukten gemäß der Untersuchung von Marketmedia24 2017 um 2,8 Prozent – und damit zum vierten Mal in Folge – nach oben. Pro Kopf gaben die Deutschen rund 2,6 Prozent mehr für diese Produkte aus. „Die Branche wird schon 2018 die drei Mrd. Euro-Marke überspringen“, prognostiziert Marktforschungsleiter Karl Oerder, Marketmedia24. Der Gewinn der Heimtextilien-Industrie bezieht sich allerdings weniger auf Deko-Stoffe und Gardinen, da diese im Vergleich zu den Produkten des innenliegenden Sicht- und Sonnenschutzes hinten liegen. Nur wenige Verbraucher nutzen diese Gestaltungsmöglichkeiten.

Alles in allem herrscht für Gardinen, Sicht- und Sonnenschutzprodukte ein gutes Klima. Die Fensterbranche rechnet bei Neubau und Renovierung für 2018 wieder mit stabilen Zuwächsen, so die Marketmedia24-Experten. 14,6 Mio. Fenster könnten verbaut werden. 2017 waren vor allem Raffrollos gefragt, gefolgt von Vertikaljalousien und konfektionierten Gardinen. Eine Präferenz, die sich über die Langzeitanalyse von 2013 bis 2017 bestätige. Während der Abwärtstrend der gewirkten Gardinenstoffe vergangenes Jahr erstmals auch die gewebten Qualitäten erfasste, wiesen auch die Rollos erstmals ein Minuszeichen aus.

Dennoch äußerte sich der Verband innenliegender Sicht- und Sonnenschutz e.V. auf der Heimtextil-Messe im Januar zufrieden über die Entwicklung der Rollo-Umsätze, denn für das erste Halbjahr 2017 wurde noch ein Plus von 2,4 Prozent kommuniziert. Von Unternehmenskonjunkturen abgesehen, konnte die deutsche Gardinenindustrie nach Angaben des Verbandes der Deutschen Heimtextil-Industrie e.V. die Nachfrageschwäche im Inland 2017 dank positiver Nachfrage aus dem Ausland zumindest teilweise ausgleichen.

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