moebelkultur.de hat den Messechef Bernd Schäfermeier gefragt, worauf in diesem Jahr das Augenmerk der Besucher liegen sollte.

M.O.W. exklusiv

Fünf Fragen an Bernd Schäfermeier zum Messestart

In wenigen Minuten beginnt die M.O.W. und die Einkäufer gehen auf Jagd nach den besten Modellen für die kommenden Saisons. moebelkultur.de hat den Messechef Bernd Schäfermeier pünktlich zum Start gefragt, worauf in diesem Jahr das Augenmerk der Besucher liegen sollte.

1) Herr Schäfermeier, was wird an der M.O.W. anders sein als an der Jubiläumsveranstaltung im vergangenen Jahr?

Bernd Schäfermeier: Wir haben uns zur Aufgabe gemacht noch besser zu werden und die Besetzung über alle Warengruppen hinweg qualitativ angehoben. 2015 füllen 404 Aussteller aus 37 Ländern die 80.000 qm im Messezentrum Bad Salzuflen bis auf den letzten Platz. Der internationale Mix aus Big Playern, mittelständischen Produzenten, Vertriebsagenturen, Marken und über 70 Newcomern verspricht ein noch spannenderes Angebot für die Einkäufer.

2) Offenbar war das Sommergeschäft im Möbelhandel gar nicht so schlecht – zumindest besagt das der BBE-Möbel-Index. Glauben Sie an eine rege Ordertätigkeit auf der Messe? Oder gerät die Ordertätigkeit generell in den Hintergrund, weil die abschließenden Geschäfte zunehmend erst im Nachgang von Messen zustande kommen?

Bernd Schäfermeier: Die M.O.W. ist und bleibt eine Ordermesse. Natürlich beziehen die Ergebnisse das Nachmessegeschäft mit ein. Bei uns geht es um Sortiment, Werbung und Aktion – da sind schnelle Entscheidungen gefragt, auch was Exklusivmodelle betrifft. Auf der M.O.W. wird nicht lang gefackelt, sondern Nägel mit Köpfen gemacht.

3) Alle haben Verständnis dafür, dass sich ein Messeveranstalter gegenüber seinen Ausstellern neutral verhalten muss. Können Sie trotzdem ein paar Geheimtipps im Ausstellerfeld nennen?

Bernd Schäfermeier: Wir sind doch alle Jäger und Sammler. Schneller zu sein als der Mitbewerber, etwas Besonderes präsentieren zu können – diese Herausforderung sollten alle Einkäufer für sich nutzen. In diesem Jahr haben wir etliche Geheimtipps im Ausstellerfeld. Ich wünsche den Einkäufern mehr Mut und die Erkenntnis, dass nicht nur die bekannten Stammlieferanten Gutes bieten, sondern dass auch neue, unbekannte Firmen jede Menge Potential fürs eigene Geschäft bringen können.

4) Die M.O.W. ist die Plattform für Hersteller aus den europäischen Kernnationen. Glauben Sie, dass Europa als Sourcing-Region ein Comeback erlebt?

Bernd Schäfermeier: Die aktuelle Statistik zeigt es zwar noch nicht, aber ja. Wie ich aus vielen Gesprächen heraus höre, deutet sich ein Umdenken Richtung Europa an. Inwieweit sich dies tatsächlich in neuen Handlungsoptionen und Bezugsquellen niederschlägt, wird auch die M.O.W. zeigen.

5) Sie kennen die Portfolios Ihrer Aussteller sehr gut. Kristallisieren sich bereits im Vorfeld der Messe Trends heraus?

Bernd Schäfermeier: Bei den Innovationen zeichnet sich auf den ersten Blick kein einheitlicher Trend ab. Die Präsentationen lassen vielmehr eine große Vielfalt interessanter Ansätze und kluger Lösungen erahnen, mit denen jeder Händler die Wohnwünsche der Endkunden individuell bedienen kann. Die Kunst liegt im Mix, aus dem der Endkunde frei entscheiden kann, was zu seinem Einrichtungsstil passt.

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