Chalet
Frustration über endgültiges Aus
Nun ist auch der letzte Funken Hoffnung verloschen: Werner Müller, Geschäftsführer der Noris TG, war vom Insolvenzverwalter Dr. Stephan Tiemann mit der Abwicklung des Insolvenzverkaufs bei Chalet betraut worden. Lange
Nun ist auch der letzte Funken Hoffnung verloschen: Werner Müller, Geschäftsführer der Noris TG, war vom Insolvenzverwalter Dr. Stephan Tiemann mit der Abwicklung des Insolvenzverkaufs bei Chalet betraut worden. Lange Zeit glaubte Müller, das Geschäft mit einer schlanken Struktur und einem neuen Eigentümer weiterführen zu können. Gegenüber der "Borkener Zeitung" zeigt er sich "frustriert und verärgert". Immer wieder seien dem potenziellen neuen Eigentümer Steine in den Weg gelegt worden: "Das hat Familie Kortendieck zu verantworten." Neben der Vorgehensweise der Chalet-Inhaberfamilie sei auch das Verhalten des Betriebsrates "unverständlich". So behauptet Müller, dass der neue Eigentümer immerhin bis zu 50 Arbeitsplätze gerettet hätte. Zudem halte er das Konzept des Massivholzmöbel-Spezialisten für mediterranes Wohnen nach wie vor für "absolut überzeugend", so dass er selbst mit dem Gedanken spielte, das Unternehmen am Leben zu erhalten.
Die Klagen von Chalet-Mitarbeitern auf Wiedereinstellung wären aber bei einem Neustart mit zu hohen Kosten verbunden gewesen.
Derzeit läuft der Insolvenzverkauf in den Filialen Wuppertal-Schwelm, Frechen, Gelsenkirchen und Wiesbaden sowie am Hauptsitz Lüdinghausen.
Im Juni 2008 meldete Chalet Insolvenz an, am 1. September des vergangenen Jahres wurde das Verfahren für die einst 16 Standorte und 283 Beschäftigte zählende Kette eröffnet. Damals zeigten sich die Insolvenzverwalter noch optimistisch, dass eine Sanierung möglich sei. Über den potenziellen Investor, der nun das Handtuch warf, gab Müller keine Auskunft. Somit steht nun fest: Am Jahresende ist für Chalet endgültig Schluss.

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