VDDK

Frühjahrssitzung bei Homag

Auf Einladung der Homag-Group fand am 16. März die Frühjahrssitzung des Vorstands des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie, im schwäbischen Schopfloch statt. Pekka Paasivaara (Vorstandsvorsitzender Homag Group AG) begrüßte die angereisten Unternehmens- und Verbandsvertreter mit dem Kompliment, dass sie wohl die anspruchsvollsten Kunden seien, die der Maschinenbauer kenne. Und die dessen Produktentwicklungen offensiv vorantreiben – was letztlich eine wichtige Grundlage für den Erfolg und die Weltmarktführerschaft von Homag bilde.

Den Auftakt zur Vorstandssitzung bildete der aufgenommene Vortrag von Roman Rochel, Managing Director für Deutschland des globalen Online-Einrichtungsportals „Houzz“. Sowohl VdDK als auch einige Küchenhersteller sind Partner von houzz.de und nutzen die vielfältigen Möglichkeiten des Medienunternehmens.

Das Ziel der noch jungen Plattform, private Küchenkäufer online zu erreichen und gemeinsam mit Experten deren geplante Projekte umzusetzen, dürfte umfassend erreicht sein.

In den USA, wo das Start-up vor wenigen Jahren den Geschäftsbetrieb aufnahm, ist die Entwicklung weiter fortgeschritten als in Europa. Dort ist bereits eine Warenkorbfunktion in Betrieb, es gibt eigenes Houzz-TV, Testimonials wie Asthon Kutcher bringen die nötige öffentliche Aufmerksamkeit. Clicks und Likes gelten als neue Währungen für den Vertrieb, Feedback-Kommunikation bestimmt das Marketing. Und die räumliche Nähe zu Google ermöglicht dem Unternehmen zudem einen direkten Draht zu den neuesten Algorithmen und digitalen Funktionen.

Wie Rochel weiter berichtete, treffen auf Houzz monatlich über 40 Mio. Nutzer auf die Hilfe von gut 1,5 Millionen aktiver Einrichtungsexperten, wie Innenarchitekten, Küchenstudios oder Herstellerbetriebe.

Über den VdDK sind bereits Vergünstigungen abgestimmt, die Verbandsmitglieder bei einer Portalnutzung bzw. gezielten werblichen Aktivitäten in Anspruch nehmen können.

Der anschließende Geschäftsbericht von Dr. Lucas Heumann legte die Schwerpunkte auf Statistik, das LKW-Kartell, die Auseinandersetzung Wettbewerbszentrale vs. Möbelhandel, den Aufbau eines Compliance Systems sowie die Neuregelungen zur Insolvenzordnung und dem Arbeitnehmer-Überlassungsgesetz. Breiten Raum nahm die Aussprache zur Living Kitchen 2017 ein, bei der übergreifend die allzu kurzen Abbauzeiten nach der Messe im Mittelpunkt der Kritik standen.

Dr. Olaf Plümer nutzte anschließend die Gelegenheit, für das Daten Competence Center – einst Spin-off des VdDK – zu werben. Mit nunmehr rund 90 Mitgliedern durchdringt die Branchenorganisation alle Bereiche – von der Industrie über den Handel bis hinein in die Möbellogistik. Eine wunderbare Erfolgsbilanz, die maßgeblich auf den nun in weit über einhundert Ländern erfolgreichen Einsatz des Datenformats IDM fußt.

Zweiter Punkt seitens Dr. Plümer waren die ab 1.1.2020 geltenden Bestimmungen zum französischen Emissionslabel. Wieder einmal beschreitet die „Grande Nation“ eigene, nationale Wege. Inwieweit dieses Vorgehen europarechtskonform ist und welche gemeinsamen Lösungen anzustreben sind, war anschließend Inhalt des Gedankenaustauschs im Vorstand. Recht deutlich wurde bei den Berichten, wie wichtig das Bündeln einzelner Kräfte ist, um den komplexen Herausforderungen beispielsweise über Fachverbände Paroli zu bieten.

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