GfK
Fortsetzung des Aufwärts-Trends
Alles andere als eine Sommerpause verzeichnete die Gfk-Konsumklimastudie im Juli 2009: Der Aufwärtstrend des Konsumklimas setzt sich auch nach dem kalendarischen Sommeranfang fort. Waren beim Gesamtindikator im Juni für den
Alles andere als eine Sommerpause verzeichnete die Gfk-Konsumklimastudie im Juli 2009: Der Aufwärtstrend des Konsumklimas setzt sich auch nach dem kalendarischen Sommeranfang fort. Waren beim Gesamtindikator im Juni für den Juli noch 2,9 Punkte prognostiziert worden, so waren es real am Ende sogar 3,0 Punkte. Die Gesellschaft für Konsumforschung erwartet für den August ein weiteres Anhalten der positiven Stimmung, die mit etwa 3,5 Punkten zu Buche schlagen wird. Trotz der aktuell guten Entwicklung verbleibt das Konsumklima im längerfristigen Vergleich allerdings auf einem geringen Niveau.
Die Konsumenten trotzen mit Nachdruck den Nachrichten zur ökonomischen Talfahrt, der Pessimismus schwindet merklich. Der aktuelle Zugewinn in der Konjunkturerwartung von 8,6 Punkten ist der vierte Anstieg in Folge. Damit weist der Indikator nun -14 Punkte auf und liegt nur noch 6 Zähler unter seinem entsprechenden Vorjahreswert. Zudem flaut die Inflation ab, wodurch den Bürgern mehr Geld im Portmonee bleibt. Dies honorieren die Konsumenten mit einer erneut steigenden Einkommenserwartung. Nach dem deutlichen Plus von 6 Punkten im Vormonat gewinnt diese im Juli noch einmal gut 5 Zähler hinzu. Aktuell weist der Indikator 1,8 Punkte auf. Damit liegt er zum ersten Mal seit April 2008 wieder im positiven Bereich.
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Außerdem sorgen stabile oder sogar sinkende Preise dafür, dass die Anschaffungsneigung im Juli von allen Indikatoren am stärksten gewinnt: Ihr ohnehin gutes Niveau verbesserte sich im Juli dieses Jahres noch einmal spürbar. Mit einem Plus von 10,6 Punkten fällt der Zuwachs sogar zweistellig aus. Aktuell weist der Indikator nun 25,1 Zähler auf. Im Vorjahresvergleich steigerte er sich um gut 51 Punkte. Bei den Verbrauchern sind derzeit vor allem technische Konsumgüter wie Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte beliebt. Das belegen entsprechende Untersuchungen der GfK im Handel, wonach in den ersten fünf Monaten dieses Jahres die technischen Konsumgüter Zuwächse verzeichnen. Förderlich für die Anschaffungsneigung dürfte zudem die Tatsache sein, dass aufgrund des derzeitig niedrigen Zinsniveaus und infolge der Finanzkrise das Sparen nicht sehr hoch im Kurs steht. Dies belegt die rückläufige Sparneigung. Neben den günstigen Preisen spielt auch eine wichtige Rolle, dass der Arbeitsmarkt bislang noch nicht eingebrochen ist. Allerdings dürfte der Härtetest für das Konsumklima noch bevorstehen, sollten die Arbeitslosenzahlen im Spätherbst wieder stärker steigen.

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