Fachverband Matratzen-Industrie
Fordert gemeinsam mit Nabu und Ikea Regeln fürs Matratzenrecycling
Matratzen müssen recyclebar werden. Der Fachverband Matratzen-Industrie fordert gemeinsam mit dem Nabu und Ikea Deutschland, dass die Bundesländer einem Antrag von Hessen zur Umweltministerkonferenz zustimmen, der sich für eine Kreislaufwirtschaft
Matratzen müssen recyclebar werden. Der Fachverband Matratzen-Industrie fordert gemeinsam mit dem Nabu und Ikea Deutschland, dass die Bundesländer einem Antrag von Hessen zur Umweltministerkonferenz zustimmen, der sich für eine Kreislaufwirtschaft bei Matratzen einsetzt. Zudem soll ein Dialog mit der Industrie aufgenommen werden, die bereits mit den Beteiligten der Wertschöpfungsketten und den Recyclingunternehmen an der Etablierung eines EPR-Systems arbeitet.
Üblicherweise werden Matratzen über die Sperrmüllsammlung oder die Gewerbeabfallsammlung entsorgt. Die Folge sind Verunreinigungen, da sie oft nicht vor Witterung geschützt sind und mit anderen Abfallsorten verpresst werden. Ein Recycling der Matratzen ist so praktisch unmöglich. Eine trockene und saubere Sammlung ist die Voraussetzung dafür, dass die Matratzen im Kreislauf geführt werden können. Die Einführung einer so genannten erweiterten Herstellerverantwortung für Matratzen, einschließlich Sammlung und Recycling, würde den Aufbau eines solchen Sammelsystems ermöglichen. In Belgien, Frankreich und die Niederlande wurden solche Systeme bereits etabliert. „Die Transformation schaffen wir nur mit allen Beteiligten der Wertschöpfungskette, einschließlich der Abfall- und Recyclingwirtschaft. Wir haben das Netzwerk und viel Know-how. Was wir noch brauchen, ist die Unterstützung der zuständigen Behörden und Ministerien“, betont Martin Auerbach (Foto l.), Geschäftsführer des Fachverbandes Matratzen-Industrie
„Es braucht viel Energie und Ressourcen, eine Matratze zu produzieren und zu transportieren“, sagt Walter Kadnar (Foto r.), CEO und CSO von Ikea Deutschland. „Mit einem klugen und abgestimmten Verfahren ließen sich 80 Prozent des Materials wiederverwenden oder recyceln. Deshalb setzen wir uns für eine erweiterte Herstellerverantwortung für Matratzen ein. Wir möchten, dass mit uns alle weiteren Hersteller, Einzelhändler und Importeure für die Finanzierung der Organisation, der Sammlung und des Recyclings von Altmatratzen verantwortlich sind.“

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