Sommerlad-Inhaber Frank Sommerlad plädiert für einen Kurswechsel in der Corona-Pandemie. Foto: Sommerlad

Sommerlad

Fordert einen neuen Kurs in der Corona-Pandemie

"Wir benötigen jetzt dringend einen grundsätzlichen Strategiewechsel", mit diesen Worten fordert Sommerlad-Geschäftsführer Frank Sommerlad gegenüber der "Gießener Allgemeine" ein Umdenken der Politik in der Corona-Pandemie. Er schlägt vor, die Menschen zu testen und die Geschäfte zu öffnen. "Testen lassen sollte Spaß machen. Wir müssen die Menschen motivieren, sich zu testen, um Infektionsketten zu unterbrechen."

Die Entscheidung der Politik, dass Geschäfte mancher Branchen öffnen dürfen, andere aber nicht, kann Sommerlad nicht verstehen. Ein Beispiel sei der Baumarkt gegenüber seines Möbelhauses, in dem Hochbetrieb herrsche, während sein Möbelladen zu bleiben muss. "Wenn die Menschen die Maßnahmen nicht mehr nachvollziehen können, werden sie sie auch nicht mehr mittragen", befürchtet er. 

Gleichzeitig betont der Geschäftsführer, dass der Besuch im Möbelhaus sicher sei. Das zeige eine exemplariche Risikoanalyse, die Sommerlad und weitere Möbelhandelsunternehmen in Auftrag gegeben hatten. "Im Grunde gibt es in einem Möbelhaus kein Risiko. Das war alles unproblematisch. Wir haben pro Stunde zwischen 50 und 100 Kunden auf unserer 32000 Quadratmeter großen Fläche. Nur im Kassenbereich muss man aufpassen. Dort könnte ein Supervisor zum Einsatz kommen, der auf die nötigen Abstände achtet." Zudem könnten die Kunden vor Ort auf das Coronavirus getestet werden. "Wir stehen Gewehr bei Fuß. Die Tests sind da."

Sommerlad befürwortet eine umfangreiche Teststrategie, die negativ getesteten Menschen eine gewisse Freiheit wiedergibt, wie beispielsweise den Besuch  im stationären Einzelhandel.  

Sommerlad hatte bis zum erneuten Lockdown gute Erfahrungen mit "Click & Meet" gemacht. Zur Registrierung und Nachverfolgung wurde die Luca-App eingesetzt. "Das ist auch ein Instrument, das wir viel mehr nutzen müssen", betonte er gegenüber dem Blatt. "Ich möchte die Menschen motivieren, sich zu registrieren und testen zu lassen. Ich glaube nicht, dass die Pandemie am Jahresende vorbei ist. Wir müssen also lernen, damit umzugehen, denn wir dürfen nicht glauben, dass Staat und Firmen weitere Schließungen durchhalten."

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