Handelsverband Deutschland

Fordert die Wiedereröffnung des stationären Handels zum 8. März

Kurz vor den Beratungen der Bundesregierung zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise und dem damit verbundenen Lockdown hat der Handelsverband Deutschland (HDE) noch einmal seine Forderung nach einer Wiedereröffnung des stationären Handels zum 8. März bekräftigt. In einem Schreiben an das Bundeskanzleramt machen HDE-Präsident Josef Sanktjohanser und HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth die große Enttäuschung des Einzelhandels über den aktuellen Entwurf für die weiteren Corona-Maßnahmen deutlich.

„Es ist enttäuschend, dass die ursprünglich für den 10. Februar und dann für den 3. März fest zugesagte, sichere und gerechte Öffnungsstrategie immer noch nicht vorliegt. Und dies, obwohl die Wirtschaft gemeinsam mit dem Bundeswirtschaftsminister und den Wirtschaftsministern der Länder dafür klare Vorschläge gemacht hat“, heißt es in einem Schreiben an den Kanzleramtsminister Helge Braun. Der Einzelhandel sei nachweislich kein Infektionsherd. Auch das Robert KochInstitut stufe sowohl das Infektionsrisiko im Einzelhandel als auch den Anteil des Einzelhandels am allgemeinen Infektionsgeschehen als „niedrig“ ein. Die im Entwurf vorgesehenen Möglichkeiten für den Einkauf mit Terminvereinbarung sind nach Auffassung des HDE kein deutlicher Schritt zu der Öffnungsstrategie für den gesamten Einzelhandel. Für die allermeisten Geschäfte seien dabei die Personal- und Betriebskosten höher als die Umsätze.

„Eine erneute Verschiebung der Wiedereröffnung des Einzelhandels hätte für viele Tausend Einzelhändlerinnen und Einzelhändler und ihre Beschäftigten verheerende Folgen. Wir möchten Sie daher eindringlich auffordern, die Wiedereröffnung des gesamten Einzelhandels auf der Basis der funktionierenden Hygienekonzepte zum 8. März zu ermöglichen. Der Handel wird seinerseits alles tun, um eine verantwortungsvolle Öffnung sicherzustellen“, bekräftigt der HDE.

Der Brief ging auch an Bundesfinanzminister Olaf Scholz, den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und den Regierenden Bürgermeister Berlins, Michael Müller.

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