ZVEI

Fordert Abbau bürokratischer Hürden für Künstliche Intelligenz

Europa erkennt zwar den Wert und die Bedeutsamkeit von Künstlicher Intelligenz (KI) an, doch erlegt jedem wirtschaftlichen Streben zur Entwicklung neuer KI direkt bürokratische Hürden auf: Diese Zwischentöne treten am

Sarah Bäumchen, Zvei-Geschäftsführerin, fordert freiere Regularien im Umgang mit KI von europäischer Seite aus.
Sarah Bäumchen, Zvei-Geschäftsführerin, fordert freiere Regularien im Umgang mit KI von europäischer Seite aus. (Foto: Zvei)

Europa erkennt zwar den Wert und die Bedeutsamkeit von Künstlicher Intelligenz (KI) an, doch erlegt jedem wirtschaftlichen Streben zur Entwicklung neuer KI direkt bürokratische Hürden auf: Diese Zwischentöne treten am Rande des „AI Action Summits“ in Paris, zu dem Frankreichs Präsident Macron geladen hat, deutlich zutage.

Ziel des am 10. und 11. Februar abgehaltenen Kongresses, zu dem auch US-Vizepräsident J.D. Vance und der chinesische Vizepräsident Zhang Guoqing anreisen, ist die Diskussion darum, wie KI gewinnbringend und global vernetzt eingesetzt werden kann. Zugleich will Macron die europäische Zusammenarbeit auf diesem Gebiet stärken, um dem bereits entfachten Wettrüsten zwischen China und den USA nicht unwillkürlich zum Opfer zu fallen. „Wir brauchen mehr europäischen Wirtschaftspatriotismus“, wird er in französischen Tageszeitungen zitiert.

Europa muss beim Thema KI stärker werden

Sarah Bäumchen, Zvei-Geschäftsführerin, unterstreicht nun zu Beginn des AI-Action-Summits in Paris die Notwendigkeit, die internationale Zusammenarbeit aus- und regulative Hürden abzubauen. „Der AI Action Summit in Paris ist ein wichtiger Meilenstein für die internationale Zusammenarbeit im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Die Welt bleibt trotz Abschottungstendenzen eng vernetzt und benötigt auch beim Thema KI globale Regeln. Gerade deswegen ist es entscheidend, dass sich Europa nicht mit einem Dickicht an Digitalregulierungen vom Rest der Welt isoliert“, mahnt die Geschäftsführerin und Wirtschaftsreferentin.

Verwender haftet für Fehler von KI

Der Zvei lehne daher die aktuellen Vorschläge zur KI-Produkthaftungsrichtlinie (AILD) ab. Diese besagt unter anderem, dass für die von einer Künstlichen Intelligenz generierten Inhalte der Verwender haftet: im Zweifel also das Unternehmen, das KI-generierte Texte und Bilder im eigenen Namen nutzt, beispielsweise als Inhalte auf einer Website, in Kunden- oder Marketingunterlagen. Sind Informationen falsch oder aus dem Zusammenhang gerissen, kann dessen Verwender:in verantwortlich gemacht werden.

Aber: „Letztlich muss es für uns darum gehen, die Hürden zwischen den verschiedenen KI-Regulierungsansätzen möglichst gering zu halten und für international kompatible Standards zu sorgen. Dies ist die Grundlage dafür, dass unsere einheimischen Unternehmen ihr Innovationspotenzial voll entfalten können“, sagt Sarah Bäumchen zum Auftakt des internationalen Kongresses.