Steinhoff

Finanzlage leicht stabilisiert

Möbelriese Steinhoff hat am Donnerstagabend eine „gewisse Stabilisierung“ seiner Finanzlage bekanntgegeben. Bereits seit zwei Wochen tagen in London die Gläubigerbanken Steinhoffs. Am Donnerstagabend gab der Konzern dann kurz und knapp bekannt, dass die Gruppe mittlerweile eine gewisse Stabilisierung erreicht habe. Es werde aber weiter mit den Banken verhandelt. „In einigen Geschäftsbereichen gibt es immer noch signifikante Liquiditätsengpässe“, heißt es unter anderem in der Mitteilung. Aufsichtsrat und Vorstand arbeiteten mit vollem Engagement gemeinsam mit den Banken und anderen Geldgebern an Lösungen. Darüber hinaus vermeldete der Konzern, dass der langjährige Finanzvorstand Ben La Grange seinen Posten räumt. Er wird durch den bisherigen Chef des England-Geschäfts, Philip Dieperink (59), ersetzt.

Der Südafrikaner hatte zuletzt die Finanzen im Großbritannien-Geschäft des weltweit operierenden Steinhoff-Konzerns geleitet. Zuvor war er lange Jahre Finanzchef beim großen südafrikanischen Transportunternehmen Unitrans, das ebenfalls zu Steinhoff gehört. Laut einer Mitteilung des Konzerns wird der bisherige Finanzvorstand La Grange im Unternehmen bleiben und sich auf eine Verbesserung der Liquiditätslage des Unternehmens konzentrieren.

Nach den Bilanzen 2016 und 2017 stellte der weltweit zweitgrößte Möbelkonzern hinter Ikea zuletzt auch den Abschluss 2015 neu auf, wie Steinhoff bereits am Dienstag mitteilte. Zudem sollen vorsichtshalber auch die Jahre davor nochmals geprüft werden. Nach wie vor ist das Ausmaß der Unregelmäßigkeiten unklar. Die Ratingagentur „Moody's“ hatte Ende des Jahres Zweifel an der Finanzkraft des Konzerns geäußert und die Bonität um drei Stufen auf "Caa1" gesenkt.

Diese Seite teilen