Frommholz

Fertigung in Osteuropa?

Vielversprechender Jahresauftakt gefolgt von einem Rückgang des Auftragseingangs in den folgenden Monaten und am Ende ein "kurzes aber heftiges Herbstgeschäft": So fällt die Bilanz von Dirk-Walter Frommholz für das Geschäftsjahr

Vielversprechender Jahresauftakt gefolgt von einem Rückgang des Auftragseingangs in den folgenden Monaten und am Ende ein "kurzes aber heftiges Herbstgeschäft": So fällt die Bilanz von Dirk-Walter Frommholz für das Geschäftsjahr 2000 aus.
Zwar nennt der Polstermöbler aus Spenge in seiner Pressemitteilung anläßlich der IMM keine konkrteten Zahlen, doch liegt das Umsatzplus des Unternehmens laut Frommholz über der Steigerungsrate der gesamten Polstermöbelindustrie in Höhe von etwa zwei Prozent. Wobei Frommholz auch preisbereinigt zulegen konnte.
Zufrieden ist der Inhaber des westfälischen Traditionsunternehmens auch mit der positiven Ergebnisentwicklung. Hierzu hat vor allem das Exportgeschäft beigetragen, dessen Anteil am Umsatz weiter gesteigert werden konnte. Was nicht zuletzt an der Profilierung als Markenhersteller auch auf den Auslandsmärkten liegt. Erfreulich auch die Entwicklung im Segment "Best Ager". In diesem Segment verbuchte Frommholz ebenfalls deutliche Umsatzzuwächse.
Sorgen bereitet dem Unternehmen dagegen der wachsende Kostendruck. Die Preissteigerungen bei den Materialkosten belasten das Ergebnis erheblich. Sind jedoch nicht so schmerzhaft, wie der Anstieg der Personalkosten. Zumal die Bundesregierung mit dem Gesetz über Teilzeitarbeit und durch die geplante Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes für zusätzlichen Druck sorgt. "Diese Belastungen sind durch Rationalisierungsmaßnahmen und Preisanhebungen nicht mehr aufzufangen", heißt es in einer Frommholz-Pressemitteilung.
Die Antwort auf diese Belastungen heißt für Dirk-Walter Frommholz Out-sourcing: "Der Ausweg kann nur in der Auslagerung einzelner Produktionsprozesse bestehen. Hier bieten sich die weniger personalintensiven Länder Osteuropas an." Um die eigene Wettbewerbsposition weiter zu verbessern, plant Frommholz außerdem erhebliche Investitionen im EDV-Bereich. Für mehr als eine Million Mark soll neue Hard- und Software angeschafft werden. Im Wesentlichen handelt es sich um den Austausch des bestehenden ERP-Systems und um CAD-Systeme in Tischlerei und Polsterei.