Möbel Lutz

Feierte schon seinen 350. Geburtstag

Wem gebührt die Ehre, das älteste Möbelhaus Deutschlands zu sein? Möbel Lutz aus Obernbreit in Unterfranken ist ganz sicher ein Kandidat. Das heutige GfM-Trend-Haus mit über 500 qm Ausstellungsfläche, das Sigrid Lutz bereits in achter Generation führt, gibt es seit 1668 (!). Und der 350. Geburtstag war im Herbst 2018 mit einem Sektempfang und Musik mit den Kunden zünftig gefeiert worden. Über diese Info, als Reaktion darauf, dass wir Möbel Schatz vor einer Woche mit erst 225 Jahren versehentlich zum ältesten Möbelhaus erkoren hatten, hat sich die moebelkultur.de-Redaktion sehr gefreut.

Auch bei Möbel Lutz war es ein Schreiner, der den Grundstein für das Familienunternehmen legte. Georg Lutz kam 1668 auf Wanderschaft ins bayrische Obernbreit und blieb der Liebe wegen. Gleich drei seiner Söhne erlernten dieses Handwerk. Schreinermeister waren dann auch Valentin Lutz (2. Generation, 1679 bis 1759), Georg Adam Lutz (3. Generation, 1743 bis 1817) und Johann Lorenz Lutz (1781 bis 1858). Schreiner- und Glasermeister, Johann Leonhard Lutz ( 1842 bis 1925) und Wilhelm Lutz (1877 bis 1959), führten die Tradition fort, insgesamt 13 Schreinermeister weist die Familienchronik auf. Zu ihnen gehörte auch der Vater der heutigen Inhaberin, Otto Lutz, der 1920 ins Unternehmen eingestiegen war und es 1995 an seine Tochter Sigrid Lutz übergab. Inzwischen war es lange zum Möbelhaus erweitert worden. Als Möbel Lutz seine Kunden zum Jubiläum aufforderte, alte Rechnungen einzureichen, brachte einer eine vom 27. August 1958.

„Wir sind kein XXL-Möbelhaus und sind auch nicht zu verwechseln mit Möbelriesen wie z.B. XXXLutz, in Sachen Service, Qualität, Beratung und Ideenreichtum sind wir dennoch groß“, heißt es zu Recht selbstbewusst auf der Homepage, denn die Leidenschaft für das Handwerk und seit Jahrzehnten auch das Einrichten gehört zur Familientradition.

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