TÜV Süd

Feiert 150-jähriges Jubiläum – Möbelprüfungen sind wichtiges Thema

Der TÜV Süd hat ausgewählten Journalisten heute in Hamburg anlässlich seines 150. Geburtstags die Prüflabore in der Hansestadt gezeigt. An diesem Standort geht es schwerpunktmäßig um Freizeitgeräte, wie z.B. Gummiboote

Der TÜV Süd hat ausgewählten Journalisten heute in Hamburg anlässlich seines 150. Geburtstags die Prüflabore in der Hansestadt gezeigt. An diesem Standort geht es schwerpunktmäßig um Freizeitgeräte, wie z.B. Gummiboote oder Grills, Spielplatzgeräte und Möbel. Hier testen die Experten vor allem Kinder-, Garten- sowie Büromöbel, insbesondere durch Dauerprüfungen. Um Stabilität und Langlebigkeit zu testen wird ein Drehstuhl beispielweise bis zu 500.000 mal „gestresst“. In diesem Fall ist so ein Stuhl dann bis zu zwei Monate auf dem Prüfstand. Ein wichtiges Siegel ist das bekannte GS-Zeichen.

Die Produktqualität sei in den letzten Jahren insgesamt besser geworden, betont Michael Weber, Projektleiter Möbel und Holzprodukte. Das liege daran, dass der TÜV Süd auch als Dienstleister fungiert und die Hersteller mit den Prüfungen dazulernen.

Möbelprüfungen basieren in der Regel auf gesetzlichen oder normativen Vorgaben und erfolgen auf freiwilliger Basis, wie z. B. bei Produkten, die das GS-Zeichen bekommen.
Die Grundlagen für die Prüfungen sind unterschiedlich – insgesamt erfolgen etwa drei Viertel der Dienstleistungen nach vorgegebenen Kriterien. Allen Aufgaben gemeinsam ist, dass der TÜV Süd dabei stets selbst einer Vielzahl von Kontrollen durch behördliche Stellen sowie national und international autorisierten Organisationen unterliegt. Dies stellt die unabhängige und ergebnisoffene Vergabe der Prüf- und Zertifizierungszeichen sicher und bietet Verbrauchern eine neutrale Orientierungshilfe.

Weltweit betreibt der TÜV Süd knapp 200 Labore. In Deutschland gibt es insgesamt acht Kompetenzzentren: in München, Garching, Straubing, Stuttgart, Mannheim, Frankfurt, Hannover und Hamburg. Dort testen die Experten täglich eine Vielzahl von Produkten aus unterschiedlichen Bereichen. Die Produktprüfung umfasst dabei eine Baumusterprüfung, Stichproben- und Fertigungsstättenüberwachung. Sicherheit, Gebrauchstauglichkeit oder Service-Qualität sind wesentliche Themen, die über Prüfungen abgebildet werden.

Weltweit ist das Unternehmen an 800 Standorten vertreten und beschäftigt 24.000 Mitarbeiter. Der Umsatz lag 2015 bei 2,22 Mrd. Euro (+7,8 Prozent). Deutschland ist mit einem Anteil von über 57 Prozent der wichtigste Markt, gefolgt von Asien (15 Prozent) und West-Europa (10,3 Prozent).