Alno

FAZ-Bericht: Welche Rolle hatten Max Müller und Whirlpool-CEO Marc Bitzer?

Es vergeht im Moment beinahe kein Tag, an dem es keine Neuigkeiten von Alno & Co. gibt oder zumindest nicht darüber spekuliert wird – so auch in der heutigen Freitagsausgabe der FAZ. Diesmal im Mittelpunkt: Ex-Alno-Vorstandschef Max Müller und der aktuelle Whirlpool-CEO Marc Bitzer. Hierzu heißt es unter anderem: „Vom Aufsichtsrat wurde Müller offenbar mit großer Freizügigkeit bedacht, konnte walten, wie er wollte. Fest steht auch: Eine straffe Restrukturierung des Unternehmens blieb über Jahre aus...“

Neu ist im aktuellsten FAZ-Bericht die Rolle von Whirlpool bzw. Marc Bitzer. Welchen Part der Gerätelieferant und langjährige Financier im Alno-Krimi spielt, kann nur spekuliert werden. Die Verantwortlichen von Tahoe habe Bitzers „starkes Engagement“, wie die FAZ es nennt, „verwundert“. Bis kurz vor dem Insolvenzantrag habe „alles“ mit Bitzer abgestaimmt werden müssen. Dies ging angeblich sogar so weit, dass Bitzer von den USA aus zu Telefonkonferenzen zugeschaltet worden sei.

Nächster interessanter Fakt ist die Tatsache, dass Whirlpool-Tochter Bauknecht im März ohne Wissen von Alno und Tahoe rund 50 Mio. Euro Forderungen an die Liechtensteiner Treuhandgesellschaft First EPA mit Frontfrau Ipek Demirtas verkaufte. Laut FAZ und unter Berufung auf Tahoe habe Bauknecht noch nach dem Verkauf der Forderungen verlangt, diese zu begleichen. Zudem sei Tahoe beim Alno-Einstieg im vergangenen Jahr zugesichert worden, dass man bei einem Verkauf von Forderungen informiert würde.

„Für uns ergibt sich heute ein Bild, dass ehemalige Verantwortliche des Unternehmens persönliche und finanzielle Vorteile aus ihrem Engagement bei Alno gezogen haben“, heißt es aus dem Umfeld der Tahoe-Geschäftsführung. Alle Vorgänge unter dem damaligen Vorstand und des Aufsichtsrats würden nun forensisch aufgearbeitet werden. Auch strafrechtliche und zivilrechtliche Konsequenzen scheue man nicht.

Bereits Ende 2016 habe man bei Tahoe Zweifel bekommen, ob die vom Alno-Vorstand sehr positiv dargestellten Zahlen zur Lage des Unternehmens der Realität entsprochen hätten.

Die Wahrheit im Alno-Krimi aufzudecken, ist nun die wenig beneidenswerte Aufgabe von Insolvenzverwalter Martin Hörmann.

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