Baumann Group

Familienzuwachs mit Concept Stores

Der erste Concept Store der Baumann-Group ist seit Mai in Cannes eröffnet und zeigt erstmals Bauformat- und Burger-Küchen exklusiv und mustergültig als „#kitchenfamily“ unter einem Dach. Ein Auftritt, der maßgeblich durch den Löhner Hersteller bzw. vor Ort durch Exportmanager Lars Knaak (Foto Mitte) unterstützt wurde – und Zeichen setzt, sind Bauformat/Burger doch eher als No-name-Protagonisten bekannt. Das Konzept wird nun zum Vorbild für weitere Stores, denn im Herbst folgen die Standorte La Rochelle, Vannes und Parthenay. Überdies baut Studioinhaber Georges Martinez (Foto rechts) neben Cannes ebenso sein Haupthaus in der Nähe von Nizza entsprechend um. Auch in England (Manchester) ist ein Concept Store der Baumann-Group in der Planung.

In Frankreich wurde die Eigenmarke „#kitchenfamily“ zuerst im April zur Messe Sadecc in Paris präsentiert. Dazu Geschäftsführer Matthias Berens: „Das Konzept hat einen regelrechten Pulleffekt ausgelöst. Der emotionale Auftritt mit dem Logo ‚Kitchen Family kam offenbar so gut an, dass diesen jetzt auch andere Kunden haben wollen. Obwohl wir dies nicht aktiv beworben haben.“

Der Auftritt habe zwar den Charakter einer Lizenzmarke, mit den Vorteilen eines schlüsselfertigen Konzepts, lasse aber relativ viel Spielraum bei der Ausgestaltung, ohne größere Auflagen hinsichtlich Investitionsumfang und Konzeptbausteinen.

Die Concept Stores könnten gerade im Export zum Umsatzpusher werden. Frankreich zum Beispiel entwickelt sich derzeit überproportional stark. Insgesamt liegt der Auslandsanteil am Gruppen-Umsatz bei 30 Prozent. Überhaupt sieht Matthias Berens die Gruppe mit den beiden Sortimenten fürs untere und mittlere Preissegment gut aufgestellt. Obwohl 2018 kein einfaches Jahr war, wurden 240 Mio. Euro erwirtschaftet – das sind 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders erfolgreich zeigten sich die Burger-Küchen mit 175 Mio. Euro Umsatz. Bauformat (65 Mio. Euro) konnte zugleich im Export besonders punkten. Daneben verzeichnete die Gruppe in den USA und China sowie in den Niederlanden, Belgien und im Vereinigten Königreich eine positive Entwicklung.

Im Inland gab es einen Umsatzzuwachs von 8,7 Prozent bei Burger und 3,9 Prozent für Bauformat. Bisher auf das Ausland fokussiert, wären die Concept Stores auch hierzulande denkbar, denn, so Berens: „Die Handelslandschaft ändert sich. Die Verbände werden beweglicher. Es geht auch nicht mehr nur um Konditionen, sondern verstärkt um gemeinsame Konzepte.“

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