Der Export zieht an. Ein Grund dafür ist das gestiegene Volumen der Hermesdeckungen.

Bundesregierung

Exportkreditgarantien in Höhe von 32,5 Mrd. Euro pushen den Mittelstand

Kräftiger Export-Schub: Die Bundesregierung hat im Jahr 2010 deutsche Ausfuhren im Wert von 32,5 Mrd. Euro mit Exportkreditgarantien - so genannten Hermesdeckungen - abgesichert. Das ist das größte Sicherungsvolumen in der sechzigjährigen Geschichte der Exportkreditgarantien. Im Vergleich zum Jahr 2009 (22,4 Mrd. Euro) stieg das Volumen der mit Hermesdeckungen abgesicherten Exporte um 45 Prozent.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle: "Die Optimierung der Exportkreditgarantien war ein wesentlicher Baustein der Außenwirtschaftsoffensive, die ich im letzten März angestoßen habe. Die aktuellen Zahlen belegen, wie wichtig die Hermesbürgschaften für die deutsche Exportwirtschaft sind. Sie haben wesentlich zur Erholung von der Finanz- und Wirtschaftskrise beigetragen. Insbesondere haben die Garantien vielen mittelständischen Unternehmen dabei geholfen, ihre Ausfuhrgeschäfte zu realisieren."

Mehr als zwei Drittel aller neuen Deckungen übernahm die Bundesregierung für Exporte in Schwellen- und Entwicklungsländer. Der Anteil der Industrieländer am Deckungsvolumen stieg jedoch ebenfalls an. Ausschlaggebend hierfür war unter anderem, dass der Bund wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise zusätzliche Deckungsmöglichkeiten für kurzfristige Exportkredite in OECD- und EU-Länder übernommen hatte, die seit Ende 2010 jedoch fast vollständig wieder zurückgenommen worden sind.

Die größten Deckungsvolumina entfielen im Jahr 2010 auf Russland (3,4 Mrd. Euro), China (2,2 Mrd. Euro), die Schweiz (1,9 Mrd. Euro), Brasilien (1,8 Mrd. Euro) und die Türkei (1,7 Mrd. Euro). Die Zahl der Entschädigungszahlungen bewegten sich mit 282 Mio. Euro (+38,6 Prozent) auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

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