VDM

Export entwickelt sich zur Überlebensstrategie

Mit einem voraussichtlichen Plus von fünf Prozent wird die deutsche Möbelindustrie in diesem Jahr das Umsatzniveau von vor zehn Jahren wieder erreichen. Dies gab VDM-Geschäftsführer Dirk-Uwe Klaas gestern anlässlich der

Mit einem voraussichtlichen Plus von fünf Prozent wird die deutsche Möbelindustrie in diesem Jahr das Umsatzniveau von vor zehn Jahren wieder erreichen. Dies gab VDM-Geschäftsführer Dirk-Uwe Klaas gestern anlässlich der Wirtschaftspressekonferenz der "imm cologne" bekannt. Demnach setzten die rund 1.000 heimischen Möbelhersteller von Januar bis September Möbel im Wert von 12,9 Mrd. Euro ab – 7,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Diese Steigerungsrate wird sich laut Klaas aber noch reduzieren, weil die letzten drei Monate 2006 besonders umsatzstark waren.
Zurzeit profitieren die Unternehmen fast ausschließlich vom Export. Im Inland stiegen die Umsätze in den ersten neun Monaten 2007 lediglich um 1,8 Prozent, was preisbereinigt einem Stillstand gleichkomme. Dagegen kletterten die Exporte um 16,2 Prozent auf 5,4 Mrd. Euro. Damit liegt die Exportquote jetzt bei 38 Prozent. Die größten Exportmärkte sind die Niederlande, Frankreich, die Schweiz, Österreich und Großbritannien. Hohe Steigerungsraten konnten die Unternehmen in Osteuropa, Asien und Nordamerika erzielen. Besonders gefragt sind im Ausland Kastenmöbel (39% Anteil), Sitzmöbel (32%), Küchenmöbel (18%) und Büromöbel (8%).
Insgesamt seien die deutschen Möbelhersteller international wettbewerbsfähig, so Dirk-Uwe Klaas. Aber: "Größte Belastungen sind weiter steigende Materialpreise, unflexible Arbeitszeiten und zu hohe Arbeitskosten sowie nicht auskömmliche Preise, die der Handel für unsere Möbel zu zahlen bereit ist."