Habitat
Explodierende Mieten zwingen zum Standortwechsel
Nach 13 Jahren wird Habitat seine Hamburger Filiale am Neuen Wall zum 31. Juli dieses Jahres schließen (siehe Online-News vom 16. Mai 2014). Nun wird deutlicher, warum das so ist.
Nach 13 Jahren wird Habitat seine Hamburger Filiale am Neuen Wall zum 31. Juli dieses Jahres schließen (siehe Online-News vom 16. Mai 2014). Nun wird deutlicher, warum das so ist. Der Grund sind die extrem steigenden Mieten an der edlen Shoppingmeile. Der Vermieter des Filialisten hatte den Zins erst im Frühjahr wieder angehoben. "Wir konnten die Mietansprüche beim besten Willen nicht mehr erfüllen", erklärte Geschäftsführer Thomas Kraus gegenüber dem "Hamburger Abendblatt". Die Situation in der Hansestadt ist für das Unternehmen neu. "Wir haben gerade parallel in Stuttgart, Köln und Düsseldorf die Konditionen neu verhandelt." Die Geschäfte dort befinden sich ebenfalls in besten Lagen, allerdings seien die Mietpreise in diesen Städten nicht so immens gestiegen. Dort wurden die Verträge teilweise für über zehn Jahre verlängert.
Geschäfte am Neuen Wall in Hamburg müssen inzwischen rund 300 Euro pro Quadratmeter zahlen. Das Ergebnis: internationale Luxuslabels wie Chanel oder Bottega Veneta sind nun die Nachbarn von Habitat. "Diese Geschäfte brauchen aber nicht die Laufkundschaft wie wir", räumt Kraus ein.
Habitat will nun ab Juni mit dem Ausverkauf beginnen. Der Hamburger Innenstadt bleibt das Unternehmen dennoch treu. Das Haus zieht voraussichtlich zum 1. Oktober – pünktlich zum 20-jährigen Bestehen in Deutschland – in ein 1.500 qm umfassendes Geschäft an den Großen Burstah ins Nikolai-Viertel. Der zweite Standort in der Großen Elbstraße bleibt bestehen und wird zum Outlet ausgebaut.

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