Zurbrüggen will nach Moers.

Zurbrüggen

Expansion nach Moers geplant

Zurbrüggen plant sein Standortnetz nach Moers auszuweiten. Wie das Online-Portal "Der Westen" berichtet, will das Atlas-Mitglied auf dem ehemaligen Bergwerksgelände in Kappelen nahe der Autobahn 57 einen 40.000er errichten. Vor einigen Jahren hatte ein Gutachten von Wettbewerber Ostermann ergeben, dass die Lage für die Branche optimal ist. Aktuell ist die Stadt dabei, den Ansiedlungswunsch zu prüfen. Zusätzlich müssen die Pläne aber auch durch den Regionalverband Ruhr genehmigt werden. "Wir führen Gespräche mit dem RVR, die Standortüberprüfung ist noch nicht abgeschlossen", erklärte dazu Bürgermeister Norbert Ballhaus. Gleichzeitig fügte er hinzu, dass in den vergangenen Jahren das Angebot an Möbeln in Moers zurückgegangen ist. Laut "Der Westen" ein Indiz dafür, dass der Politiker dem Bauprojekt nicht abgeneigt gegenübersteht.

Kritischer wird die mögliche Ansiedlung dagegen vom Hauptgeschäftsführer des niederrheinischen Einzelhandelsverbandes, Wilhelm Bommann gesehen. Er betonte, dass eine VK-Fläche von 40.000 qm einen jährlichen Umsatz von 50 Mio. Euro bedeute, Moers im Bereich der Möbel aber nur eine freie Kaufkraft von vier Mio. Euro biete. Zudem müsse auch auf den bestehenden Einzelhandel geachtet und einer großen VK-Fläche von Leuchten, Porzellan, Heimtextilien und Co. "unbedingt ein Riegel vorgeschoben werden". Wobei ein Umsatz von 50 Mio. Euro bei einer Großfläche made by Zurbrüggen sicherlich noch zu niedrig gegriffen ist.

Die Bauabsicht kommt überraschend, denn noch im Januar hatten Christian und Stefan Zubrüggen im Zuge ihres 25-jährigen Bestehens des Wohnzentrums in Unna verkündet, keine weitere Expansion anzustreben, sondern sich auf den Ausbau der Marktposition in den fünf bestehenden Einrichtungshäusern konzentrieren zu wollen (siehe News auf moebelkultur.de vom 24. Januar), die da wären Unna, Bielefeld, Delmenhorst, Oelde und Herne. Vor fünf Monaten hieß es noch aus Stefan Zubrüggens Mund: "Der Markt wächst hauptsächlich im Billigpreissegment. Das wirkt sich stark zu Lasten von Qualität und Service aus. Wir gehen in dieser Situation einen anderen Weg. Die ausgeprägte Nähe zum Kunden, das hochwertige Warenangebot und die Qualität der Beratung haben für uns höchste Priorität. Sie sorgen für einen klaren Vorteil im Wettbewerb." Das heißt konkret, dass die jüngste Eröffnung in Herne, Anfang 2012, die letzte gewesen ist. "Diese Erweiterung war wohlüberlegt und nur möglich, weil Herne im Einzugsgebiet unserer Logistik liegt. Als Einzelstandort hätte dies nicht funktioniert. Mit der jetzt erreichten Größe sind wir in der Lage, uns flexibel und schnell neuesten Möbeltrends anzupassen. Diese solide Firmenpolitik ist der Garant für den Erfolg unseres Familienbetriebs. Diese Strategie werden wir konsequent fortführen, um auch in Zukunft dem Wettbewerb eine Nasenlänge voraus zu sein."

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