Schieder
Ex-Finanzchef Gert Peter Maekelburger als erster auf der Anklagebank
Nach der Insolvenz der Schieder-Gruppe im Sommer 2007 hat die Staatsanwaltschaft eine erste Anklage erhoben: gegen den ehemaligen Finanzvorstand Gert Peter Maekelburger. Wie die "Neue Westfälische" in ihrer Wochenendausgabe berichtete,
Nach der Insolvenz der Schieder-Gruppe im Sommer 2007 hat die Staatsanwaltschaft eine erste Anklage erhoben: gegen den ehemaligen Finanzvorstand Gert Peter Maekelburger. Wie die "Neue Westfälische" in ihrer Wochenendausgabe berichtete, geht es um "Kreditbetrug in einem besonders schweren Fall". Sollte sich dieser Vorwurf bestätigen, kann dies eine Strafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren nach sich ziehen.
Der langjährige Schieder-Manager war erst kurz vor der Insolvenz am 1. März 2007 in den Vorstand berufen worden. Bei Verhandlungen mit den Banken Goldman Sachs International und der Goldman Sachs Credit Partners wurde Maekelburger ein Überbrückungskredit von 64,65 Mio. Euro zugesagt – dies jedoch auf Basis geschönter Bilanzen, so der Vorwurf. Die Manipulationen sollen insgesamt 41,4 Mio. Euro betragen.
Gert Peter Maekelburger bestreitet indes den Vorwurf. Vielmehr habe er bei den Bankengesprächen sogar auf Ungereimtheiten in den Bilanzen hingewiesen. Von Manipulationen habe er jedoch nichts gewusst. Insgesamt ermittelt die Bielefelder Staatsanwaltschaft inzwischen gegen 41 Beschuldigte. Noch nicht genannt wird der Termin, wann Anklage gegen die Hauptbeschuldigten Rolf Demuth, Heinrich Griem, Samir Jajawi und Andreas Hilbrink erhoben wird.

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