Ikea

EU nimmt die Schweden ins Visier

Auf ein breites Presseecho stoßen die Ermittlungen der Europäischen Union in Sachen Ikea und Steuerzahlungen. Es geht dabei um ein umstrittenes Vorgehen in den Niederlanden. Zwei Steuerabkommen mit dem niederländischen Staat könnten dem Franchise-Tochterunternehmen von Ikea einen unfairen Vorteil gegenüber anderen Unternehmen gegeben haben, erklärten die EU-Wettbewerbshüter am Montag. Daraus könne sich ein Verstoß gegen EU-Regeln zu Staatsbeihilfen ergeben.

Der Konzern soll – laut „faz.net“ – in den Jahren 2009 bis 2014 Steuern in Höhe von einer Mrd. Euro gespart haben. Dies gehe schon aus einem Bericht vom Februar 2016 hervor, den die Grünen im Europäischen Parlament in Auftrag gegeben hatten. Demnach soll Ikea in den Niederlanden, Luxemburg und Liechtenstein ein Netz an Tochtergesellschaften aufgebaut haben, zwischen denen Gewinne hin- und hergeschoben worden sind.

Die Untersuchung, die die EU-Kommission jetzt eingeleitet hat, bezieht sich offenbar auf den Vorwurf, eine niederländische Tochtergesellschaft von Ikea habe Lizenzgebühren für geistiges Eigentum an eine Tochtergesellschaft in Luxemburg gezahlt. Ikea verwies damals darauf, dass einige Annahmen in dem Bericht falsch gewesen seien. Nun prüft die EU-Kommission, ob Ikea in den Niederlanden möglicherweise illegale Staatshilfe erhalten hat.

Ikea wies mögliche illegale Steuervorteile in den Niederlanden am Montag gegenüber „faz.net“ zurück. „Die Art und Weise, wie wir von den nationalen Behörden besteuert wurden, steht unseres Erachtens im Einklang mit den EU-Vorschriften“, teilte das Unternehmen mit. Die von den EU-Wettbewerbshütern angekündigte Prüfung könne Klarheit bringen und das bestätigen. Die Ikea-Gruppe und auch die in den Niederlanden ansässige Tochtergesellschaft Inter Ikea Systems hielten sich überall, wo sie aktiv seien, an die geltenden Steuergesetze und Vorschriften. Die Untersuchung sei Sache der EU-Kommission und der Niederlande. Ikea werde kooperieren und alle Fragen der Behörden beantworten.

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