Mit 41 Mio. Euro Gesamtumsatz ist der Sitzmöbelhersteller Cor im 65. Unternehmensjahr erneut gewachsen. Mehr internationale Präsenz wurde mit einem eigenen Salon zur Milan Design Week erzielt. Kontinuierliche Investitionen erhöhen die Leistungsfähigkeit im Werk. Foto: Cor

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Erwirtschaftet 41 Mio. Euro

41 Mio. Euro Gesamtumsatz: 2019 ist eines der erfolgreichsten und innovationsstärksten in der 65-jährigen Geschichte von Cor. Der internationale Messeauftritt in Köln mit zwei Modellpremieren leitete ab Januar eine Reihe kontinuierlicher Unternehmenserfolge ein. Das zeitgleich zum neuen Polsterstuhl "Alvo" vorgestellte Sofaprogramm "Avalanche" entwickelte sich zum bestplatzierten Cor-Modell der letzten zwanzig Jahre. Im Hinblick auf die wachsende Bedeutung des internationalen Objektgeschäftes stellte man sich im April zur Milan Design Week erstmals nach fünf Jahren nicht auf der Messe, sondern mit einem innerstädtischen Showroom vor: In der Hochburg internationaler Premium- und Modemarken erreichte der Auftritt als vergleichsweise kleiner, aber viel beachteter Besuchermagnet neue Zielgruppen.

In der Handelslandschaft im deutschsprachigen Raum behält Sitzmöbelherstellers aus Rheda-Wiedenbrückeine führende Stellung. Obwohl die Zahl der Fachhändler leicht abnahm, konnte das Unternehmen seinen Umsatz in diesem Markt leicht ausbauen. Zusammen mit dem Objektgeschäft und Export wurde ein Jahresumsatz von rund 41 Mio. Euro mit einem Plus von drei Prozent erzielt. Das stetig wachsende Markenportfolio hat dem Longseller "Conseta", mit dem immer noch 30 % des Umsatzes im Bereich Living erzielt werden, weitere Bestseller wie den "Cordia Lounge Sessel" oder das "Trio"-Sofa zur Seite gestellt. An der zeitgemäßen Ausrichtung und Diversifizierung der hochwertigen Gesamtkollektion wird kontinuierlich gearbeitet. Schon 2020 zeigt man bei "Avalanche" neue Varianten, der Designklassiker "Conseta" erhält ein neues Liegenelement und elegante Armlehnen. „Für ein gesundes Wachstum halten wir Produktpremieren und Programmpflege in ausgewogener Balance“, berichtet Leo Lübke, der das Familienunternehmen seit fünfundzwanzig Jahren erfolgreich führt.

Rund 1 Mio. Euro flossen 2019 in die Erneuerung und den Ausbau der Produktion. Das Werk wird zunehmend auf eine auftragsbezogene Fertigung mit der Losgröße 1 ausgerichtet. Seit Frühjahr nutzen Holzverarbeitung und Tischlerei, in der auch Spezial- und Sonderanfertigungen entstehen, neue Maschinen. Im Sommer erfolgten größere Investitionen in den Bereich Gestellbau: für einen Hobel-Automaten und ein CNC-Bearbeitungszentrum. Früher produzierte man Rahmen oder Gestellteile vor und benötigte Zwischenlager. Heute finden die komplexen Holzbearbeitungsprozesse für Individualaufträge an einer Station statt. Diesen Zweck erfüllt auch eine neue Verpackungsschnittmaschine im Versandbereich. Aus Endloswellpappen entstehen konfektionierte Einzelverpackungen, Ankauf und Lagerung sperriger Kartonagen entfallen. Im Frühjahr 2020 wird erneut investiert, um ein neues Hochregallager mit sogenannten Lean-Liften in Betrieb zu nehmen. Es stellt den Mitarbeitern jede Art von Magazinteilen bedarfsgerecht zur Verfügung. Bestandshaltung und Nachbestellungen werden automatisiert und dadurch deutlich optimiert.

„Nach der Messe ist vor der Messe“, sagen Möbelinsider im Hinblick auf jedes neue Branchenjahr, das für Cor nach der imm cologne im Januar zunächst mit der Platzierung seiner neuen Modelle im Handel beginnt. Schon im April geht es weiter nach Mailand, wo der temporäre "Cor Salon" inklusive einer Modellpremiere neu eingerichtet wird. Nur zwei Monate später reist der Hersteller dann zur Innenarchitekturmesse Design District nach Rotterdam. Im Herbst findet der vierte internationale Messeauftritt statt: Zur Kölner Orgatec präsentiert die Premiummarke ihre Sitz- und Polstermöbel sowie Spezialprogramme für das Objektgeschäft.

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