Beliebteste Händler

Erstmals wird auch die Möbelbranche berücksichtigt

Der Drogeriemarkt dm, Amazon und Ikea sind die beliebtesten deutschen Händler. Das hat der "Proposition-Index 2015" der Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants ergeben. Laut dem Magazin „Markenartikel“ analysiert die Studie jedes

Der Drogeriemarkt dm, Amazon und Ikea sind die beliebtesten deutschen Händler. Das hat der "Proposition-Index 2015" der Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants ergeben. Laut dem Magazin „Markenartikel“ analysiert die Studie jedes Jahr das Leistungsversprechen führender Handelsunternehmen und ermittelt seit 2010 zudem die Kundensicht zu verschiedenen Faktoren wie Preis, Auswahl, Qualität und Service.

In diesem Jahr wurde für die Studie erstmals auch die Möbelbranche berücksichtigt. Dabei belegt Ikea mit 81,8 von 100 möglichen Punkten den dritten Platz im Gesamtranking. Laut der Studie punktet das Unternehmen mit einem großen Leistungsversprechen und setzte sich auch bei anderen Faktoren gegen den Wettbewerb durch. Klassische Möbelhäuser liegen bei der Servicebeurteilung zwar nur knapp hinter den Schweden, dafür fallen sie jedoch bei der beurteilten Preisstellung weit zurück. Ebenfalls weit abgeschlagen sind die Discounter. Weder das Einkaufserlebnis noch der Service überzeugten die Befragten. Darüber hinaus werden die Discounter auch nicht mehr unbedingt als günstiger wahrgenommen. Im Branchenvergleich landet das Dänische Bettenlager auf dem zweiten Rang. Im Gesamtranking liegen die Dänen jedoch „nur“ auf Platz 42, gefolgt von Möbel Höffner auf Rang 46.

Gleichzeitig kommt die Studie zu dem Schluss, dass sich das Konsumentenverhalten auch im Möbelhandel verändert. Wurde früher im Stammgeschäft gekauft, erwerben die Konsumenten ihre Produkte nun bei unterschiedlichen Anbietern. Zudem zeigen viele Verbraucher eine „deutliche Polarisierung in ihrem Einkaufsverhalten“. Während sie auf einige Artikeln einen deutlich günstigen Preisfokus legen, achten sie bei anderen auf Qualität und Hochwertigkeit. Verschiedene Zielgruppen sind zudem von der großen Auswahl in den Möbelhäusern überfordert und schätzen eine Vorauswahl. Außerdem steigt die Bedeutung des schnellen und einfachen Einkaufs, so die Studie weiter. Und nicht zuletzt sollten auch Promotionstätigkeiten der Händler überdacht werden, denn sie werden von vielen Konsumenten mittlerweile mit Skepsis betrachtet.

"Gerade der Faktor Service hat im Handelsbereich in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Die Serviceleistung ist heute ein strategischer Differenzierungsfaktor. Das wahrgenommene Serviceniveau beeinflusst die Gesamtzufriedenheit und die Weiterempfehlungsrate“, erklärt Christian Ziegfeld, der für die Studie verantwortliche Partner bei OC&C. "Investitionen in verschiedene Servicekomponenten machen sich bezahlt – die Erfolge von dm und Amazon sind eindeutige Belege."