BBE-Branchenreport
Erstmals seit 1995 wieder Plus von über fünf Prozent bei Haushaltsgroßgeräten
Haushaltsgroßgeräte sind auf Erfolgskurs: Erstmals seit 1995 vermelden Hersteller und Handel für das vergangene Jahr eine Umsatzsteigerung von mindestens fünf Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Erfolgsgaranten sind dabei die preisstabilen
Haushaltsgroßgeräte sind auf Erfolgskurs: Erstmals seit 1995 vermelden Hersteller und Handel für das vergangene Jahr eine Umsatzsteigerung von mindestens fünf Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Erfolgsgaranten sind dabei die preisstabilen Einbaugeräte. Sie legten 2006 noch einmal um sechs Prozent zu und haben aktuell einen Anteil von 54 Prozent am Gesamtmarkt. Überraschend war hingegen der vierprozentige Anstieg bei den Standgeräten, vor allem im Segment "Waschen und Trocknen". Neben den Umsätzen steigen auch die Absatzmengen sowie die Durchschnittspreise der Geräte, vermeldet der BBE-Branchenreport.
Und auch in den Bereichen Kühlen/Gefrieren, Kochen/Braten, Spülen und Dunstabzugshauben wurden Unterschiede zwischen Stand- und Einbaugeräten ausgemacht: So dominieren die deutschen Hersteller nach wie vor den Einbaugerätemarkt, bei den Standgeräten geht der Trend hingegen zu niedrigpreisigen Importprodukten und deutschen Auslandsfertigungen. Beherrscht wird der Markt zu 70 Prozent von BSH Bosch/Siemens, Electrolux (mit AEG und Juno), Whirlpool (mit Bauknecht) sowie Miele.
Im Bereich Weiße Ware verzeichneten Einbaubacköfen und Kochfelder den höchsten Zuwachs. Angekurbelt wird der Markt für die High-End-Ausstattung in der Küche unter anderem durch Kochsendungen im Fernsehen. Zulegen konnten – trotz absoluter Haushaltssättigung – auch Mikrowellen sowie Einbau- und Standardkühlschränke. Gefragt waren vor allem Kühl-/Gefrierkombinationen, teure Side-by-Side-Schränke sowie exklusive Weinkühlschränke. Bei Geschirrspülern hat sich die Nachfrage zu Einbaugeräten verlagert, Standgeräte machen nur noch 18 Prozent des Umsatzes aus.
Für die Zukunft der Weißen Ware wird laut BBE entscheidend sein, ob sich die Konjunktur weiter erholt und das Nettoeinkommen der Verbraucher steigt. Zudem müsse die Verschiebung der Haushaltsgrößen zu Single- und Kleinhaushalten berücksichtigt werden. Darüber hinaus messen Hersteller und Handel dem Thema "Ersatzbeschaffung" große Bedeutung bei.

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