VDMA
Erstes Quartal mit kräftigem Auftragsplus
Nach den vielen Hiobsbotschaften im vergangenen Jahr gibt es auch wieder positive Meldungen: Der Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen im VDMA vermeldet, dass der Auftragseingang für Holzbearbeitungsmaschinen im ersten Quartal 2010 um 87
Nach den vielen Hiobsbotschaften im vergangenen Jahr gibt es auch wieder positive Meldungen: Der Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen im VDMA vermeldet, dass der Auftragseingang für Holzbearbeitungsmaschinen im ersten Quartal 2010 um 87 Prozent über dem Wert des Vorjahres lag. Die Inlandsorders stiegen um 45 Prozent. Bei der Auslandsnachfrage gab es ein Plus von 109 Prozent. Mit einem Plus von 72 Prozent im April wurde der Aufwärtstrend erneut bestätigt. "Für das Jahr 2010 gehen wir wieder von einer Verbesserung der Geschäfte aus und werden beim Umsatz wieder zulegen können. Trotz der aktuell sehr guten Zahlen bleiben wir vorerst bei unserer im Februar gemachten Prognose von plus zehn bis 15 Prozent für die Gesamtbranche", erklärte Rolf Knoll, Vorstandsvorsitzender des VDMA-Fachverbandes Holzbearbeitungsmaschinen, anlässlich der Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main. Trotz der ermutigenden Zahlen gibt es allerdings weiterhin gewisse Risiken: Neben den großen Hemmnissen bei der Finanzierung in vielen Teilen der Welt, spielt auch die hohe Staatsverschuldung der Industriestaaten, die eine schwache Bautätigkeit und im Durchschnitt nur langsam steigende Auslastung bei den Kundenbranchen zur Folge hat, eine entscheidende Rolle. Dies führt zu einer weiterhin zögerlichen Investitionsneigung im Vergleich zu den Rekordjahren 2007 und 2008. "Während dieser zwei Boomjahre kam es allerdings zu einer deutlichen Überhitzung des Marktes. Somit dürfen wir mit der momentanen Geschäftsentwicklung nicht unzufrieden sein", ergänzte Knoll.
Im ersten Quartal 2010 lagen die Exporte um rund 17 Prozent unter jenen des Vorjahres und erreichten einen Wert von 320 Millionen Euro. Einige Teilsegmente, wie zum Beispiel Sägemaschinen (+13 Prozent) und Hobelmaschinen (+2 Prozent), konnten aber wieder positive Veränderungsraten aufweisen. "Bis sich die guten Auftragseingänge in den Exportzahlen widerspiegeln, vergehen aber in der Regel einige Monate", erläuterte Knoll.
Hervorgetan haben sich auf regionaler Ebene besonders Ost- (+15 Prozent) und Südostasien (+290 Prozent), aber auch Ozeanien (+130 Prozent) mit hohen Zuwachsraten im Vergleich zum Vorjahr. Auch einige arg gebeutelte osteuropäische Märkte wie das Baltikum zeigten wieder eine positive Entwicklung. Der drei Jahre andauernde Abschwung in Nordamerika wurde endlich gestoppt; hier ging es um immerhin zwei Prozent aufwärts.

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