Interzum

Erste Eindrücke aus Köln

Auch wenn die Interzum morgen erst zu Ende geht, kann man jetzt schon sagen, dass die Messe ein voller Erfolg wird. Sprichwörtlich, denn auch diesmal ist das Gedränge rund um die News aus der Zulieferbranche beachtlich. Und es gibt viel zu sehen, von bereits lieferbaren Produkten bis zu zahlreichen Prototypen oder Visionen, die bis in die Zukunft reichen. Damit beweist sich die Interzum erneut als echte Impulsmesse.

Die bestehenden Mega-Trends werden dabei noch weitergedacht und mit neuen Ideen belebt. An erster Stelle: das Thema „Urban Living“, das sich mit der Ausgestaltung von Tiny Spaces und fließender Übergänge zwischen den Wohnbereichen durch sehr viele Stände zieht. Vor allem die Beschlägeindustrie nahm wiederum die Herausforderung an, auf kleinstem Raum möglichst viel (Multi-)Funktion zu bieten (z. B. Blum, Hettich, Häfele). Für die wohnliche Note sorgt das Design, an dem jetzt für noch schlankere oder „unsichtbare“ Lösungen weitergefeilt wurde („Free Space“/Kesseböhmer, „Evolift“/Salice, "Merivobox"/Blum, "Kinvaro TSlim"/Grass). Regalsysteme werden zu eigenständigen Möbeln (Schüco „Open Style“, Kesseböhmer „t-Rack“). Die Farben rund um die technische Ausstattung – Schwarz, Grau und Weiß – orientieren sich an den Fronten, die zudem von natürlichen Strukturen und vom Industrial Look inspiriert sind. Recycling macht die Folie wieder salonfähig (Renolit), wie überhaupt künftig nachhaltige Werkstoffe eine stärkere Rolle zu spielen scheinen (u. a. Holzwerk Rockenhausen, LGHousys). Daneben steht der Trend, weitere Optionen zur Individualisierung und somit auch zur Differenzierung bereitzustellen, ob bei der Zargengestaltung oder durch Licht (u.a. Hettich, Domus). Konfiguratoren bieten entsprechende Hilfestellung bei der Auswahl.

Und natürlich wurden auch Komfort und Ergonomie verbessert. Hierbei erhalten smarte Techniken eine wachsende Bedeutung. Zentrales Thema ist die Sprachsteuerung über „Alexa“, mit der sich beispielsweise Auszüge öffnen lassen (Kesseböhmer, Blum, Linak, Hailo- und Wesco-Abfalltrennung). Ebenso wird die Vernetzung innerhalb eines kompletten Smart-Home-Konzepts über die Beleuchtung hinaus als Herausforderung angenommen (Häfele).

Bei über 1.700 Ausstellern rechnet die Koelnmesse mit rund 70.000 Besuchern. Auch die Internationaliät dürfte nach den ersten Eindrücken der Redaktion gepasst haben.

Die Gewinner des Interzum Awards 2019 finden Sie hier. Den ausführlichen Interzum-Report lesen Sie im kommenden Special „Spüle & Zubehör“ von „der küchenprofi“.

Alle Fotos: möbel kultur

Diese Seite teilen