Kein Stillstand in der Küchenindustrie durch Corona (Foto: Nobilia).

VdDK

Erste "Corona-Zahlen" aus der Küchenindustrie

Ergänzend zu den Erhebungen über die Corona-Folgen, die der Verband VHK für die gesamte Möbelindustrie gestern veröffentlicht hat, konnte die Redaktion auch die Zahlen zur Situation der Küchenproduzenten in Erfahrung bringen. Von den 28 Küchenmöbelherstellern, die geantwortet haben (Stand 9.4.2020), hat bislang kein Unternehmen die Produktion eingestellt. Während zwar 28 Prozent Einschränkungen melden, konnten bislang immerhin 72 Prozent ihre Produktion voll aufrechterhalten. Als Gründe für Einschränkungen wurden genannt: keine Anlieferung zum Handel und fehlende Aufträge (jeweils bei 57% der Unternehmen), Schutz der Beschäftigten (29%), Unterbrechung der Lieferkette (bei 28%), geringe Lagerkapazitäten (14%) sowie Krankheit des Personals (14%).

Kurzarbeit wurde bei 78 Prozent der Betriebe eingeführt.

Nicht mehr so positiv wie vor kurzem stellt sich der Auftragseingang dar. Demnach gab es bei 61 Prozent der Küchenhersteller einen mäßigen Rückgang und bei 32 Prozent sogar einen starken Rückgang der Küchenaufträge. Nicht unterschieden wurde dabei nach In- und Ausland. Im März wurde jedoch noch ein wertmäßiges Auftragsplus gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnet.

Mit Blick auf die Zulieferketten wurde Störungen hauptsächlich aus Italien registriert (91%), gefolgt von Asien (23%), Frankreich und Österreich (9%) sowie Osteuropa (5%).

 

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