Rolf Demuth wurde verurteilt.

Rolf Demuth

Erneute Verurteilung

Rolf Demuth wurde am vergangenen Freitag vom Bielefelder Amtsgericht der versuchten Strafvereitelung schuldig gesprochen. Er hatte sich 2011 in mehreren Vernehmungen geweigert, Fragen zu Heinrich Griem zu beantworten. Da er sich weder durch Ordnungsgelder noch durch die Androhung von Beugehaft umstimmen ließ, wurde das Verfahren gegen ihn eingeleitet. Nun muss er eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen à 100 Euro bezahlen.

Als Zeuge sei Rolf Demuth damals zur Aussage verpflichtet gewesen, zitiert die Zeitung "Neue Westfälische" den Amtsrichter Joachim Grunsky. Das Recht zur Auskunftsverweigerung habe ein Zeuge grundsätzlich nur dann, wenn er sich selbst wegen begangener Straftaten belasten müsste. "Dieses Recht entfalle aber dann, wenn - wie bei Demuth der Fall - bereits eine rechtskräftige Verurteilung für die Straftaten vorliege", so das Blatt.

Strafmildernd hatte sich ausgewirkt, dass Demuths Aussage nicht so bedeutend für den Ausgang des Falls gewesen war. Denn Griem hatte ein spätes Geständnis abgelegt und war so wegen Beihilfe zum Kreditbetrug zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Rolf Demuth will laut der Zeitung das Urteil akzeptieren. "Er sagte, er habe sich in der Vergangenheit oft geschämt, nun aber genug gelitten. Er wolle endlich wieder durchatmen", so das Blatt.

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