Egger
Erneut zweistellig gewachsen
Egger setzte seinen Wachstumskurs auch im vergangenen Geschäftsjahr fort. So beläuft sich der konsolidierte Umsatz der Holzwerkstoff-Gruppe im Geschäftsjahr 2012/13 auf 2,181 Mrd. Euro ? eine Umsatzsteigerung von rund 11
Egger setzte seinen Wachstumskurs auch im vergangenen Geschäftsjahr fort. So beläuft sich der konsolidierte Umsatz der Holzwerkstoff-Gruppe im Geschäftsjahr 2012/13 auf 2,181 Mrd. Euro ? eine Umsatzsteigerung von rund 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dazu trugen vor allem das erworbene russische Spanplattenwerk in Gagarin, die Mengensteigerungen bei OSB-Produkten durch die Inbetriebnahme des neuen Werkes im rumänischen Radauti sowie zusätzliche Kapazitäten im Beschichtungs- und Schichtstoffbereich bei. Auch der operative Cash Flow stieg wiederum an, das EBITDA lag mit 298 Mio. Euro um 14 Prozent über dem Vorjahreswert. Mit einer nochmals verbesserten Eigenkapitalquote auf 36 Prozent unterstreicht Egger seine Bonität.
"Die Konsolidierung in der Holzwerkstoffindustrie ist 2012 weiter vorangeschritten. Dies ist sowohl auf die schwachen Märkte, vor allem in Südeuropa, als auch auf die weiterhin steigenden Rohstoffkosten zurückzuführen", so Thomas Leissing, Sprecher der Gruppenleitung und zuständig für Finanzen, Verwaltung und Logistik.
So steht die Versorgung mit Holz besonders durch die zunehmende thermische Energiegewinnung preislich langfristig unter Druck. Zur Absicherung und Verbesserung der Holzversorgung baut Egget vor allem auf langfristige Partnerschaften und Verträge mit seinen Lieferanten und setzt zudem auf eine Strategie der Rückwärtsintegration. Dazu gehören Investitionen in ein eigenes Sägewerk oder eigene Forstbewirtschaftungs- und Holz-Recyclingunternehmen, aber auch in eigene Kurzumtriebsplantagen, Ernte- und Logistiksysteme.
Während das Vorjahresgeschäftsjahr vor allem von Akquisitionen geprägt war, konzentrierte sich die Gruppe im letzten Jahr vor allem auf Erhaltungsinvestitionen und organisches Wachstum.
"Wir verwendeten insgesamt 65 Mio. Euro für Erhaltungs- und 82 Mio. Euro für Wachstumsmaßnahmen", erläutert Walter Schiegl, in der Gruppenleitung für Produktion und Technik zuständig. "Die wichtigsten Wachstumsinvestitionen 2012/13 waren eine neue Biomasse-Anlage am rumänischen Standort Radauti, die im Oktober 2013 in Betrieb gehen wird, und die Beschichtungs- und Logistikoptimierung am Standort Rambervillers."
Außerdem realisierte Egger die Modernisierung der Leimfabrik am Standort Hexham (UK), die Erweiterung der Lagerkapazitäten in Gagarin (RU), die Fertigstellung des Forums Brilon (DE) und die Errichtung einer neuen Fertigteilanlage am Standort Bünde (DE).
Auch konnte das Produktionsvolumen im Geschäftsjahr 2012/13 gegenüber dem Vorjahr erneut gesteigert werden. 7,3 Mio. Kubikmeter Rohplatten (Span, MDF und OSB) inkl. Schnittholz wurden produziert (2011/12: 6,7 Mio. Kubikmeter). Die Fertigung von Schichtstoffen betrug 25,6 Mio. Quadratmeter (2011/12: 23 Mio. Quadratmeter). Im Bereich der eigenen Leimerzeugung erhöhte sich die Produktionsmenge durch die interne Versorgung des eigenen OSB-Werkes in Radauti (RO) um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 489,5 Tsd. Tonnen.
Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich um etwa 300 auf knapp 7.100.
Um auch im laufenden Geschäftsjahr 2013/14 trotz des unsicheren wirtschaftlichen Umfeldes ein stabiles Ergebnis zu erreichen, nimmt Egger zusätzliche Veredelungskapazitäten in Betrieb und investiert in die Verbesserung der Rohstoff- und Energiesituation. Das Unternehmen erwartet eine weitestgehend volle Auslastung sämtlicher Produktionsanlagen.
Egger investiert auch im Geschäftsjahr 2013/14 in seine bestehenden Standorte. Gifhorn (DE) erhält etwa Ende des Jahres eine neue Schichtstoffpresse. Die kontinuierliche CPL-Anlage der Firma Hymmen ist die insgesamt siebte Schichtstoffanlage im niedersächsischen Werk.
Darüber hinaus werden drei neue Beschichtungs- und Veredelungsanlagen (Kurztaktpressen) an den Standorten St. Johann (AT), Brilon (DE) und Gagarin (RU) zur Herstellung von melaminharzbeschichteten Platten mit tiefen Oberflächenstrukturen und einseitigen oder beidseitigen Synchronporen in Betrieb gehen. Am Standort Unterradlberg (AT) optimiert künftig eine Pressenvorwärmung die Produktionsgeschwindigkeit. Die beträchtlichen Investitionen in die neue Leimanlage in Hexham (UK) und eine Biomasseanlage in Radauti (RO) verstehen sich wiederum als Teil des umfassenden Rohstoff- und Energiekonzepts der Gruppe.
Für den Stammsitz in St. Johann in Tirol plant Egger für die nächsten Jahre ein weitergehender Aus- und Umbau.

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