Galeria Karstadt Kaufhof
Erneut Insolvenz beantragt
Galeria Karstadt Kaufhof hat beim Amtsgericht Essen gestern erneut einen Insolvenzantrag gestellt. Wie das Unternehmen mitteilte, konnte das erste Quartal des Geschäftsjahres 2023/24 zwar über dem Vorjahresquartal abgeschlossen werden, jedoch
Galeria Karstadt Kaufhof hat beim Amtsgericht Essen gestern erneut einen Insolvenzantrag gestellt. Wie das Unternehmen mitteilte, konnte das erste Quartal des Geschäftsjahres 2023/24 zwar über dem Vorjahresquartal abgeschlossen werden, jedoch würden die zahlreichen Insolvenzen der Signa-Gruppe Galeria massiv schädigen, das laufende Geschäft behindern und durch hohe Mieten und teure Dienstleistungen die künftigen Entwicklungsmöglichkeit stark einschränken. Aus dieser Situation wolle man sich jetzt mit dem Insolvenzantrag befreien.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Stefan Denkhaus bestellt. Unterstützung erhält er von Galeria-CEO Olivier van den Bossche sowie CFO und Arbeitsdirektor Guido Mager. Die Strategie der starken lokalen Ausrichtung soll beibehalten werden. Das Ziel ist die Fortführung von Galeria. Gleichzeitig wird ein Eigentümerwechsel angestrebt. Gespräche mit potenziellen Investoren seien bereits angelaufen.
„Galeria Karstadt Kaufhof hat sich unter der Führung von Olivier van den Bossche und Guido Mager intensiv Gedanken über die Verfahrensart gemacht und sich für ein Regelverfahren entschieden. Ich denke, dass diese Entscheidung klug war, um den Befreiungsschlag zu dokumentieren. Das Management hat bereits viel erreicht und wird deshalb den Sanierungsprozess mit mir im Team führen“, erklärt Stefan Denkhaus. „Ich baue auf diesem Vertrauen auf, auch wenn ich naturgemäß beide erst seit kurzem kenne. Die Insolvenzen der Signa-Gruppe haben die gute Entwicklung von Galeria konterkariert und bedrohen das Unternehmen. Dem Management blieb deshalb kein anderer Weg, als das Unternehmen im Zuge einer Insolvenz aus dieser Umklammerung zu befreien. Wir werden gemeinsam mit aller Kraft daran arbeiten, den begonnen Weg unter besseren Rahmenbedingungen weiter fortzusetzen und Galeria als Unternehmen zu erhalten. Eine Zerschlagung ist ausdrücklich nicht Ziel des Verfahrens.“
Und Olivier van den Bossche fügt hinzu: „Galerias operativer Erfolg wird durch die Rahmenbedingungen der alten Eigentümerstruktur belastet. Wir sehen in dem heutigen Tag ausdrücklich einen Befreiungsschlag. Jetzt zählt allein, was Galeria weiterbringt. Wir müssen die Signa-Mieten, teure Dienstleister, das Service-Center in Essen und die Effizienz unserer Logistik konsequent auf Kurs bringen. Unsere Filialen und Vertriebsmannschaft funktionieren bereits gut und auch unser Online-Geschäft haben wir in die Profitabilität geführt. Jetzt sind unsere Ziele Eigentümerwechsel und Lösung aus der Umklammerung.“

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