IHK Essen

Erfolgreiche Veranstaltung mit jeder Menge Möblern

"Im Land der Riesen" - so hieß das Handelsforum Ruhr 2011, das am Dienstag Abend (15.3.) ab 17.00 Uhr bei der IHK Essen über die Bühne ging. Und jede Menge "Riesen", sprich Möbel-Dickschiffe aus der Region, waren der Einladung gefolgt. Unter den rund 180 Teilnehmern waren u.a. Vertreter von Roller, Inter Ikea, der Begros, der Möbelstadt Rück, Schaffrath, Möbel Turflon sowie der Krieger-Projektentwicklung ? und auch die "möbel kultur" war exklusiv vor Ort.

Nach spannenden Vorträgen von den beiden BBE-Handelsexperten Jörg Lehnherdt und Sebastian Deppe, die die Grundlagen zum Thema Möbelhandel und Ansiedlungen im Ruhrgebiet legten, gab es auch noch eine interessante Podiumsdiskussion mit illustrer Besetzung. Mit dabei sowohl die Großfläche/Filialisten - Rolf Ostermann, Peter Pohlmann (Poco) und Reinhard Radmacher (Möbel Kröger), als auch klassische Mittelständler/Spezialisten - EMV-Mitglied Johannes Fahnenbruck (Wohnwelt Fahnenbruck, Voerde) und Wim Gelhard (CI, Dortmund).

Während Johannes Fahnenbruck mit seinem Wohlfühlhaus eine sehr erfolgreiche emotionale Kunden-Ansprache lebt setzt Wim Gelhard als Creativer Inneneinrichter auf hohe Qualität, eine starke Fachsortimentsabteilung sowie Networking mit anderen kleinen Einzelhändlern in Dortmund. Für beide ist Expansion derzeit kein Thema. Ganz anders bei Poco. Der Discounter mit aktuell 88 Filialen will jährlich rund acht neue Märkte ans Netz bringen. "Am liebsten neben frequenzstarken Großflächen." Erst Ende Februar hatte sich Poco im Ikea-Homepark in Koblenz angesiedelt. Und Peter Pohlmann zeigte sich schon jetzt begeistert von der Liaison mit den Schweden.

Kröger plant eine sukzessive Erweiterung seines Innenstadthauses in Essen. Bereits bis 2012 soll die VK-Fläche auf 50.000 qm anwachsen. Und das, obwohl die Erschließung in der Innenstadt immer teurer ist als auf der Grünen Wiese. Was Prokurist Reinhard Rademacher anprangerte. "Das ist Wettbewerbsverzerrung." Städte und Kommunen sollten mehr kommunizieren und einheitliche Regelungen zum Thema Ansiedlung treffen. Der Vorwurf ging dann auch mit Blick Richtung Rolf Osterman. Der seinerzeit, als Bottrop errichtet wurde (1999), viel günstiger bauen konnte als Kröger in Essen (2000). Rolf Ostermann wiederum will nicht hinnehmen, dass der großflächige Möbelhandel bzw. der Anteil der Fachsortimente den Innenstädten schaden würde. Er sieht die "Killer" der kleinen Läden vielmehr im Lebensmitteleinzelhandel, die viel mehr die sogenannten innenstadtrelevanten Sortimente anbieten würden. Aktuell will Ostermann seine Vorherrschaft im Ruhrgebiet mit einem weiteren Standort - Nr. 5 - in Duisburg vorantreiben. Doch das heiße Eisen Duisburg mit dem Ansiedlungsstreit Ostermann vs. Höffner wurde an diesem Abend nicht angefasst.

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