Electrolux
Enormer Preisdruck in USA senkt die Marge
Mit einem Nettoumsatz von 134,451 Mrd. SEK (ca. 11,9 Mrd. Euro) schloss Electrolux das Jahr 2023 ab. Dabei sank der organische Umsatz um 4 Prozent bzw. währungsbereinigt um 4,3 Prozent.
Mit einem Nettoumsatz von 134,451 Mrd. SEK (ca. 11,9 Mrd. Euro) schloss Electrolux das Jahr 2023 ab. Dabei sank der organische Umsatz um 4 Prozent bzw. währungsbereinigt um 4,3 Prozent. Gleichzeitig ging das Betriebsergebnis trotz konzernweiter Kostensenkungen auf 414 Mio. SEK (36,7 Mio. Euro, ohne einmalige Posten) zurück, was einer Marge von 0,3 Prozent entspricht. Hintergrund sind die schwächere Marktnachfrage sowie der verstärkte Preisdruck insbesondere in Nordamerika. Deshalb empfiehlt der Vorstand, für das Jahr keine Dividende auszuzahlen.
„2023 war ein weiteres herausforderndes Jahr. Hohe Inflation, steigende Zinssätze und geopolitische Spannungen haben die Stimmung der Verbraucher in unseren Hauptmärkten weiterhin belastet,“ fasst CEO Jonas Samuelson die Bilanz zusammen. Vor allem mit Blick auf Nordamerika zeigt sich der Konzernchef enttäuscht, dass die erheblichen Kosteneinsparungen durch die massive Preiswerbung in der Branche wieder aufgezehrt wurden.
Der Umzug der Herdproduktion in Springfield belastete zwar das Ergebnis durch höhere Kosten, doch sichere diese die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit in der Kategorie Kochen. Bis Ende 2024 soll die neue Fabrik komplett hochgefahren sein.
Zumindest für die ersten Monate 2024 zeichnet sich ab, dass die schwache Verbraucherstimmung und die Verlagerung auf niedrigere Preissegmente anhält. Da jedoch der Inflationsdruck voraussichtlich nachlasse und die Zinssätze sinken werden, erwartet Samuelson, dass sich die Nachfrage in den wichtigsten Märkten im Laufe des Jahres stabilisieren wird. Insgesamt sei 2024 daher mit einer relativ stabilen Nachfrage in allen Regionen zu rechnen. Zwar liegen derzeit die Rohstoffkosten niedriger als zuvor, doch werde das Verhältnis von Volumen und Preis eher negativ zum Ergebnis beitragen. Dazu komme in Anbetracht der Situation am Roten Meer eine gewisse Unsicherheit in Bezug auf die Seefracht-Kosten.

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