Energie kostet den Handel (zu)viel Geld
Die gestiegenen Energiekosten belasten den Handel stark. In einer Befragung fand das EHI Retail Institute jetzt heraus, wie hoch die Quote der Betroffenen ist, welche Einsparpotenziale es gibt und was
Die gestiegenen Energiekosten belasten den Handel stark. In einer Befragung fand das EHI Retail Institute jetzt heraus, wie hoch die Quote der Betroffenen ist, welche Einsparpotenziale es gibt und was die stärksten Kostentreiber sind. Die Ergebnisse: Die Kosten für Energie sind bei 80 Prozent der befragten Händler gestiegen. Davon hatte rund ein Viertel der Unternehmen Steigerungen um bis zu 25 Prozent hinzunehmen. Neben den allgemeinen Preiserhöhungen wurden auch gestalterische Gründe wie neue Beleuchtungskonzepte als Ursache genannt. Für dieses Jahr wird ein nochmaliger Anstieg in etwa gleichem Ausmaß erwartet.
Nur 20 Prozent der Händler waren von der Kostenentwicklung nicht betroffen, da sie rechtzeitig Präventivmaßnahmen ergriffen haben oder zu einem günstigeren Energieanbieter wechselten. Bei durchschnittlichen Energiekosten von knapp 40 Euro pro Quadratmeter rechnet sich dies auf Dauer. Insgesamt sieht der Handel Einsparmöglichkeiten von bis zu 30 Prozent beim Thema Beleuchtung, weshalb die Investitionsbereitschaft in diesem Bereich entsprechend hoch ist.
Ikea setzt beim derzeitigen Neubau in Würzburg beispielsweise auf ein ganzes Arsenal von Energiesparmöglichkeiten: Das Gebäude wird mit Erdwärme beheizt, eine 500 Kubikmeter fassende Zisterne sorgt mit Regenwasser für die Spülung der Toiletten, was, nach Einschätzung von Hausleiterin Claudia Pfau, 50.000 Badewannen voller Trinkwasser ersetzt. Solar-Kollektoren und Wärmepumpen sorgen darüber hinaus für weitere Einsparungen.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren